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05.11.2026, 18:32:33
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Paraguays Präsident Peña tritt nach Bankenkollaps zurück
Asuncion. Der paraguayische Präsident Santiago Peña ist am Donnerstag nach dem Kollaps der Digitalbank Ueno unter wachsendem Druck zurückgetreten. »Ich tue dies mit Blick auf die Stabilität unseres Landes, den sozialen Frieden und die Notwendigkeit, unsere demokratischen Institutionen zu bewahren«, sagte er in einer Videoaufzeichnung. Vizepräsident Pedro Alliana soll die Amtsgeschäfte übernehmen. Peña ist ein Verbündeter von US-Präsident Donald Trump. Er legte sein Amt nieder, nachdem die Opposition im Kongress eine Sondersitzung zur Einleitung eines Amtsenthebungsverfahrens einberufen und Demonstranten seinen Rücktritt gefordert hatten.
Peña hatte am Donnerstag den Rückhalt von Mitgliedern seiner konservativen Colorado-Partei verloren. Abgeordnete warfen ihm Interessenkonflikte, die Zweckentfremdung von Pensionsgeldern und institutionelle Vertuschung im Zusammenhang mit dem Zusammenbruch von Ueno vor. Der seit 2023 amtierende Ökonom war bis März vergangenen Jahres Anteilseigner der Grupo Vazquez, die Ueno kontrolliert. Das Geldhaus war rasch von einem Nischenanbieter aus der Finanztechnologie-Branche (Fintech) zu einer mittelgroßen Bank herangewachsen. Das Institut verwaltete knapp 850 Millionen Dollar an öffentlichen Geldern.
Paraguays Zentralbank hatte bei Ueno eingegriffen, nachdem sie einen Verstoß gegen die Mindestanforderungen an die Zahlungsfähigkeit festgestellt hatte. Dies löste eine Krise aus, durch die rund drei Millionen Kunden des Unternehmens in dem 6,5 Millionen Einwohner zählenden Land nicht mehr auf ihre Konten zugreifen können. Die Turbulenzen hatten am Dienstag zum Rücktritt des Zentralbankchefs und zur Festnahme von acht Ueno-Führungskräften geführt. Ueno hat sich noch nicht öffentlich zu dem Fall geäußert. (Reuters/jW)
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