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Pazifik

Fünf Tote bei US-Angriff auf angebliches Drogenschmugglerboot

Foto: Kendall Torres Cortés/dpa
Kampfflugzeuge vom Typ Lockheed Martin F-35B der US-Marines

Miami. Bei einem neuen Angriff auf ein angeblich von Drogenschmugglern genutztes Boot im Pazifik hat die US-Armee nach eigenen Angaben fünf Menschen getötet. Das Schnellboot sei auf bekannten Drogenschmuggelrouten unterwegs gewesen, erklärte das für Lateinamerika zuständige Regionalkommando US Southern Command (Southcom) am Dienstag im Kurzbotschaftendienst X. Geheimdienstinformationen hätten bestätigt, dass das Boot »aktiv« in den Drogenhandel »involviert« gewesen sei. Die US-Armee veröffentlichte zudem ein Video von dem Angriff. Zu sehen ist wie ein Boot, das sich nicht zu bewegen scheint, von einer Rakete getroffen wird und explodiert.

Die USA hatten im September 2025 begonnen, in der Karibik und im östlichen Pazifik angebliche Schmuggelboote südamerikanischer Drogenkartelle zu attackieren. Nach einer Zählung der Nachrichtenagentur AFP wurden bei diesen Angriffen seitdem mindestens 235 Menschen getötet.

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Die Regierung von US-Präsident Donald Trump rechtfertigt ihr Vorgehen damit, dass sie sich im Krieg mit »Narkoterroristen« aus Lateinamerika befinde. Washington hat jedoch nie eindeutige Beweise vorgelegt, dass es sich bei den Getöteten tatsächlich um Drogenschmuggler handelte. Einige von ihnen waren nach Angaben von Behörden und Angehörigen Fischer. UN-Vertreter stufen die Angriffe als völkerrechtswidrige außergerichtliche Hinrichtungen ein. (AFP/jW)

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Erschienen am 28.10.2026, Ausland

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