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Frank Schumann 75

»In meiner Lebensplanung kam das Ende der DDR nicht vor«

Über verschwundene Fahnen, zerschnittene Telefonkabel und die Arbeit bei der Jungen Welt in den 70er und 80er Jahren. Ein Gespräch mit Frank Schumann

Foto: jW-Archiv
Unter den Augen der Arbeiterklasse: Mit anderen Redaktionen hatte die Junge-Welt-Redaktion seit Juli 1975 ihren Sitz im Haus des Berliner Verlags in Sichtweite des Alexanderplatzes

Wir haben die gleiche Erweiterte Oberschule in Torgau besucht. Sie trug damals den Namen des Kommunisten Ernst Schneller. Vorher war sie nach dem preußisch-deutschen Feldmarschall August von Mackensen benannt, jetzt heißt die Schule Johann-Walter-Gymnasium.

Nach dem Urkantor der evangelischen Kirche, ja. Luthers Reformations-Kompagnon, der mit seiner Schulkantorei in Torgau Heranwachsenden Musik lehrte. Es hätte schlimmer kommen können mit der Namensvergabe nach 1990.

Als die Schule sozialistisch war, erhielten wir unsere Prägungen. Du in den Sechzigern, ich in den Siebzigern.

Wie viele andere auch. In den dreißiger Jahren besuchte dieses Haus auch Egon Bahr, ein gebürtiger Thüringer. Er erzählte mir mal, dass sein Vater – weil er sich nicht von seiner »halbjüdischen« Frau, Egons Mutter, habe trennen wollen – mit der Familie von Torgau in die Anonymität der Großstadt geflüchtet sei. Und was erlebte er als erstes in Berlin? Er musste mit seiner neuen Schulklasse am 6. Juni 1939 Spalier bilden, als die Mörder der »Legion Condor« aus Spanien zurückkehrten. Die Schüler standen dort Unter den Linden und sollten bei der Kranzniederlegung in der Neuen Wache der faschistischen Führung zujubeln. Als die Clique aus dem Zeughaus kam, trat der Mann mit der Fellmütze – mit silbernem Totenkopf und gekreuzten Knochen verziert, diese markante preußische Husaren-Haube – auf ihn zu: Generalfeldmarschall August von Mackensen. Das sei für ihn wie ein Schlag in die Magengrube gewesen, erinnerte sich Bahr. Er hatte mit Torgau auch diesen Mann vergessen wollen. So gesehen hat ihn diese Schule auch geprägt.

Egon Bahr wurde ein Kalter Krieger.

Ja, das war er gewiss eine Zeitlang. Später wurde er ein Brückenbauer – ohne ihn hätte es damals keine neue Ostpolitik der Bundesrepublik, keine Verständigung mit Osteuropa, insbesondere mit der Sowjetunion, keine friedliche Koexistenz gegeben. Solche Leute fehlen heute mehr denn je. Auch an den Schulen. Ich zitiere ihn immer gern mit dem Satz, den er am 3. Dezember 2013 Heidelberger Gymnasiasten hinter die Ohren schrieb: »In der internationalen Politik geht es nie um Demokratie oder Menschenrechte. Es geht um die Interessen von Staaten. Merken Sie sich das, egal, was man Ihnen im Geschichtsunterricht erzählt.« Es war damals die Zeit der Rosen-, Tulpen-, Orangenen und anderen Farbrevolutionen in ehemaligen sozialistischen Ländern, die in der hiesigen Propaganda gefeiert wurden. Die Leute im Westen kriegten doch feuchte Augen, wenn sie die Massen etwa auf dem Maidan in Kiew sahen. Bahr dekonspirierte gleichsam diese pseudorevolutionäre Romantik, indem er klar benannte: Die Regimewechsel erfolgen für die westlichen Staaten, es geht immer um deren wirtschaftliche und geopolitische Interessen, um nichts anderes.

Ich denke auch, dass die EOS »Ernst Schneller« im Allgemeinen und Torgau im Besonderen uns geprägt haben: Antimilitarismus, Antifaschismus, Abrüstung, Internationalismus. In Torgau urteilte das Reichskriegsgericht. Und unweit, in Prettin, befand sich das KZ Lichtenburg. Im April 1945 trafen sich auf den Trümmern der von den Nazis gesprengten Elbbrücke sowjetische und amerikanische Soldaten.

Daran erinnert seit September 1945 das Denkmal der Begegnung. Und möglicherweise als Ersatz für die bei einer Nacht-und-Nebel-Aktion gesprengte historische Brücke 1994 – die Bevölkerung hatte zuvor gegen die Absicht der Dresdner Biedenkopf-Regierung protestiert, die Empörung über die rüde Vernichtung des Symbols war international – errichtete man später auf der Elbwiese ein Fahnenmonument mit Bruchstücken aus der entsorgten Brücke. Auf der Spitze des Denkmals auf der gegenüberliegenden Seite der Elbe von 1945 sind Sowjetflagge und Stars and Stripes in Stein gemeißelt. Bei diesem Fahnenmonument von 1998 zog man neben der russischen Trikolore und der US-Fahne auch Schwarz-Rot-Gold in die Höhe, womit die Bundesrepublik, völlig ungewöhnlich, sich diesmal nicht aus der Geschichte stahl, sondern in dieselbe hineindrängte. Als habe die BRD an der Seite der Alliierten das Nazireich zerschlagen. Als die Beziehungen zwischen Deutschland und Russland sich jedoch merklich abkühlten, wurde die russische Fahne durch das EU-Banner ersetzt.

Diesen Aberwitz muss irgendwer bemerkt und moniert haben. Jetzt weht dort gar keine Fahne mehr.

Stimmt, das fiel mir bei den letzten Besuchen auch auf. Auf der anderen Elbseite, neben der Straße, die am Denkmal der Begegnung vorbeiführt, erhebt sich seit 1975 ein weiterer Gedenkstein. »Dank euch, ihr Sowjetsoldaten« steht darauf. Das war die demonstrative Antwort der SED-Kreisleitung auf das zweisprachige Ehrenmal von 1945. Ich berichtete damals, 1975, im Auftrag der Jungen Welt vom 8. Mai und verspürte den Unmut der dortigen Genossen über die Neuauflage der Begegnung an der Elbe mit sowjetischen und amerikanischen Kriegsveteranen. Man wünschte das Treffen in den benachbarten Kreis Riesa zu verlegen, weil doch die allererste Begegnung von Rotarmisten und GIs Stunden zuvor in Strehla erfolgt war. Berlin hatte jedoch den Abschluss der Konferenz für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa in Helsinki vor Augen und den Zusammenschluss der sowjetischen Sojus 19 und der Apollo-Kapsel auf dem Radar, ließ sich vom provinziellen Getue nicht ablenken und drückte das Treffen durch, was für zusätzlichen Unmut in Torgau sorgte.

Ich erinnere mich – es war der letzte Sommer vor Beginn meines EOS-Besuches. Die Penne war zum internationalen Pressezentrum erklärt worden.

Ich wollte noch hinzufügen, dass an diesem 1975er Stein immer Blumen liegen oder Töpfe mit Schleifen stehen. In Torgau gibt es, wie ich dort bei jedem Besuch mit Freude sehe, eine ziemlich aktive DKP-Gruppe und etliche Antifaschisten, die nicht nur an Jahrestagen daran erinnern, dass die Sowjetarmee die Hauptlast an der Befreiung Europas vom Faschismus getragen hat.

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Und auch von allen Völkern den höchsten Blutzoll entrichtet hat: 27 Millionen Sowjetbürger.

Du hast, wenn ich jetzt mal dich fragen darf, nach dem Abi in Torgau Jura an der Humboldt-Uni in Berlin studiert, ich studierte Journalistik an der Leipziger Karl-Marx-Universität. Du warst vorm Studium drei Jahre bei der Fahne, ich diente drei Jahre bei der Volksmarine. Wie kommst du mit dem gegenwärtigen Kriegsgeschrei, mit der Aufrüstung und der allgegenwärtigen Russophobie klar?

Nur schwer. Die Unverfrorenheit, mit der hierzulande die Konfrontation mit den Russen, aber auch mit den Chinesen gesucht wird, macht mich fassungslos. Entweder haben die Verantwortlichen nichts aus der Geschichte gelernt, oder sie sind unwissend.

Man kann für Unwissenheit durchaus den Begriff Dummheit benutzen. Du kennst doch auch diesen Brecht-Satz aus dem »Leben des Galilei«: »Wer die Wahrheit nicht weiß, der ist bloß ein Dummkopf. Aber wer sie weiß und sie eine Lüge nennt, der ist ein Verbrecher!« Die meisten aus der herrschenden Klasse haben doch die höchsten Schulen durchlaufen: Ich halte sie keineswegs für unwissend.

Foto: Bert Breitenbach 6-7intonline.jpg
Frank Schumann

Ich lass das jetzt mal so stehen. Du hast vorm Studium ein einjähriges Volontariat in der Jungen Welt absolviert.

Vielleicht sollte man noch den Nachgeborenen erklären, dass seinerzeit ein Volontariat immer dem Studium voranging: Es war ein Test, ob die Voraussetzungen für diesen Beruf ausreichten. Wer hinlänglich geeignet war – und noch immer Journalist werden wollte –, wurde zum Studium delegiert und von der Redaktion materiell und immateriell unterstützt. Mein Jüngster studierte in den Nullerjahren in Hannover. Er fiel aus allen Wolken, als er seine Unterlagen für den BAföG-Antrag zusammentrug und eine Studentenbude in Laatzen mietete, als ich ihm sagte, dass unsereiner ein nicht rückzahlbares Stipendium bekam und einen Zehner für die Miete im Wohnheim abdrücken musste. Mit Leistungsstipendium kam ich auf über dreihundert Mark. Davon konnte man als Student leben und war nicht gezwungen, nebenbei zu jobben.

Na komm, ich habe dich schon damals in der Weltbühne, in der JW und anderswo gelesen.

Zufällige Fügungen. Die Weltbühne, vor 1933 vom Antifaschisten und Antimilitaristen Carl von Ossietzky zur Blüte gebracht, war nach dem Krieg von seiner Witwe Maud von Ossietzky in Berlin wiederbegründet worden. In der DDR war die Wochenschrift für Politik, Kunst, Wirtschaft – es gab sie jeden Dienstag am Kiosk für eine halbe Mark – so etwas wie der journalistische Olymp. Einmal las ich dort einen denkbar schlechten Beitrag über Schilda und die Schildbürger – Schildau liegt bekanntlich bei Torgau. Darauf reagierte ich mit einer harschen Kritik, die mir eine Einladung von Peter Theek eintrug. Der Chefredakteur befand sich in einem Dilemma: Seine ausnahmslos klugen und renommierten Autoren – deshalb war das Blättchen ja auch so gut und gefragt – waren inzwischen ziemlich alt. Er suchte nach jungen Autoren – und da kam ihm ein großmäuliger Student aus Leipzig zupass. Sein Angebot nahm ich gern an. Und ich gebe zu: Ich habe dort, insbesondere von der akribischen Redakteurin Heidemarie Hecht, mehr übers Schreiben gelernt als im Studium. Über das Studium will ich nicht meckern, es war gut, aber eben auch viel akademischer Blödsinn dabei. Na ja, und wenn man Weltbühne-Autor war, klopften auch andere an. Bei Redakteuren der Jungen Welt sowieso.

Es gab damals einen Spruch: »Die Redaktion, die auf sich hält, hält Kader von der Jungen Welt.«

Ja, das Organ des Zentralrats der FDJ war immer ein wenig frischer und frecher als andere Zeitungen. Die etwa hundert Leute dort waren mehrheitlich selbstbewusst, motiviert und fühlten sich keineswegs gegängelt. Wir handelten mitunter wie Partisanen. Eine meiner ersten Aufgaben, als ich 1978 vom Studium kam, bestand darin, Honeckers »Aus meinem Leben« zu kollationieren. Der britische Verleger Robert Maxwell hatte in der Reihe »Leaders of the World« Honeckers Autobiographie herausgebracht, und im Politbüro war entschieden worden, dass die Junge Welt vorab das Werk in Fortsetzungen veröffentlicht. Nun muss man wissen, dass auch für die Junge Welt das Papierkontingent limitiert war und viele an einem Abonnement – Monatspreis 2,70 Mark – Interessierte warten mussten. Der Chefredakteur Dieter Langguth meinte, die Partei könne ihn wohl kaum für die Übererfüllung eines Parteibeschlusses bestrafen – nämlich die Erinnerungen des Generalsekretärs in größtmöglicher Auflage unters Volk zu bringen. Und er druckte in dieser Zeit mehr Zeitungen, als erlaubt war. So brachte er die Auflage auf über eine Million. Am Ende der DDR waren es täglich 1,6 Millionen Exemplare. Im deutschsprachigen Raum war die Junge Welt nach Bild die auflagenstärkste Tageszeitung.

Langguth soll andererseits aber manchmal ziemlich kleinkariert gewesen sein.

De mortuis nihil nisi bene, über Tote soll man nur Gutes reden, aber es stimmt. Als Sigmund Jähn, der erste Deutsche im All, Anfang September 1978 in der kasachischen Steppe mit seiner Raumkapsel aufschlug, war der JW-Korrespondent Lothar Winkler einer der Ersten an der verrußten Kapsel – und klebte ein JW-Logo darauf. Daneben schrieb Jähn mit Kreide seinen Dank an die Russen. Dieses Bild wurde in fast allen Zeitungen der Welt veröffentlicht, es wurde zur Ikone. Auch wir brachten es. Allerdings als einzige ohne den JW-Aufkleber. Langguth hatte ihn abschneiden lassen mit dem Satz: Wir sollten uns nicht wichtiger nehmen, als wir tatsächlich sind.

Vielleicht war er nur bescheiden?

Ich glaube eher, es geschah aus Vorsicht. Die Junge Welt hatte nicht nur Freunde in der Führung des Landes, weil wir gelegentlich anders waren. Bekanntlich ist der Einäugige König unter den Blinden. Ich erinnere mich, als alle drei oder vier Fußballmannschaften aus der DDR, die in den internationalen Cup-Wettbewerben spielten, an einem Abend rausflogen und wir die Sportseite frei ließen. Mit der Überschrift: Dazu fällt uns nichts mehr ein. Etliche im Politbüro waren der Auffassung, dass das zu weit gehe, Papier sei zu kostbar, um es unbedruckt zu lassen, und forderten den Kopf des Chefredakteurs. Der überlebte, weil erstens der sentimentale Honecker – er hatte die Zeitung mitbegründet und schätzte sie darum sehr – schützend seine Hand über ihn breitete, und weil er zweitens gerade im Ausland weilte. Als er wiederkehrte, trieb man schon wieder eine andere Sau durchs Dorf und hatte diese Sache vergessen. So war es meistens.

Du warst bis zu deinem Ausscheiden in der Chefredaktion. Warum bist du 1991 gegangen?

In meiner persönlichen Lebensplanung kam das Ende der DDR nicht vor. Mit 40, wenn der Bauch die blaue Bluse zu spannen beginnen würde, wollte ich mich ins freie Schriftstellerleben verabschieden. Erstens, weil man in der DDR vom Bücherschreiben leben konnte, und zweitens, weil ich zum Berufsjugendlichen nicht taugte. Dann, im Herbst ’89, als die neue Chefredaktion ganz demokratisch gewählt und ich plötzlich vom Kulturchef in die Chefetage befördert wurde, meinte ich, beim Übergang von der subventionierten Tageszeitung in das Haifischbecken der unfreien Marktwirtschaft helfen zu können, weshalb ich blieb. Ich war an den Gesprächen mit den vier Konzernen im Westen beteiligt. Schulte-Hillen von Gruner+Jahr begann das Gespräch, indem er Daumen und Zeigefinger spreizte, dazwischen etwa zwanzig Zentimeter Luft: »Herr Schumann, können Sie solche großen Überschriften machen?« Können wir, sagte ich, wollen wir aber nicht. Er hatte bereits einen Plan: Die JW-Redaktion sollte eine Boulevard-Zeitung für den Raum Berlin-Brandenburg produzieren. Sie sollte am Morgen erscheinen, während die B. Z. am Abend wie gewohnt auf S- und U-Bahnhöfen verkauft werden sollte.

Du bist doch nicht gegangen wegen des Ansinnens von Schulte-Hillen, der dann den Berliner Verlag übernahm und nicht die Junge Welt.

Nee, das war es nicht. Ich glaube, es war wohl mehr der Opportunismus, der sich in der Redaktion ausbreitete. Der neue Chefredakteur zerschnitt demonstrativ das Telefonkabel zum Zentralkomitee an seinem Schreibtisch. Dann kamen Texte und Aufrufe ins Haus, darunter auch viel Müll von Wichtigtuern und Spinnern, auch von DDR-Hassern. Da durfte kein Komma verschoben werden. Wenn ich die Verantwortung der Chefredaktion für die Blattlinie einforderte, hieß es: Du halt die Schnauze – das sind Opfer, du bist Täter! Weder das eine noch das andere traf zu, also räumte ich meinen Schreibtisch. Wenn sich alljährlich im September bei »Mutter Hoppe« im Nikolaiviertel die Ehemaligen treffen, fehlen all die Wendehälse und Konformisten von damals. Vielleicht aus Scham, vielleicht aus Feigheit.

Und deine Meinung zur jungen Welt heute?

Als im letzten Jahr der DDR unsere Auflage dramatisch sank, sagten wir: Wenn wir bei 100.000 landen, machen wir zu. Es ist ein Wunder, dass es die Zeitung trotzdem noch gibt, und deshalb ziehe ich den Hut vor allen, die bis heute dafür sorgen. In dieser medialen Einheitssoße ist diese Zeitung eine ganz wichtige, unverzichtbare Stimme. Auch eine genuin ostdeutsche Stimme. Die aber diesbezüglich immer schwächer zu werden scheint. Die Wessifizierung schreitet überall voran, die DDR schwindet aus der Erinnerung, was ein Fehler ist. Mitunter hat man als Leser auch den Eindruck, dass Redakteure mehr ihr privates Steckenpferd reiten und sich weniger als Teil eines Arbeitskollektivs mit einer klaren politischen Botschaft verstehen. Es bleibt dabei: Wer die Vergangenheit nicht kennt, nicht weiß, wo er herkommt, hat vermutlich auch keine Zukunft.

Zur Person:

Frank Schumann, geboren am 24. Oktober 1951 in Torgau, ist Publizist und Verleger. Er gehörte von 1973 bis 1991 der Junge Welt-Redaktion an. Danach gründete er den Verlag Edition Ost. Er verlegte etwa 800 Bücher, einige davon schrieb er selbst.

Ralph Dobrawa ist Autor und Rechtsanwalt in Gotha.

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Erschienen in der Ausgabe vom 24.10.2026, Seite 6, Wochenendbeilage

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