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Sachsen-Anhalt nach der Wahl

CDU-Überlegung: Bei Wahl von Siegmund Plenarsaal verlassen

Foto: Jan Woitas/dpa pool/dpa
Knifflig: Der noch amtierende Ministerpräsident und CDU-Fraktionschef Sven Schulze versucht, seine Parteifreunde daran zu hindern, für den AfD-Kandidaten zu stimmen

Magdeburg. Die CDU-Fraktion im Landtag von Sachsen-Anhalt berät über einen Vorschlag, um mögliche CDU-Stimmen für den AfD-Politiker Ulrich Siegmund bei der Ministerpräsidentenwahl im Dezember auszuschließen. Wie der Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, Sven Schulze, und CDU-Parlamentsgeschäftsführer Stefan Ruland am Montag mitteilten, sollen die CDU-Abgeordneten bei der Wahl von Siegmund geschlossen den Plenarsaal des Magdeburger Landtags verlassen. Ein entsprechender Beschluss soll demnach am Dienstag in der Fraktionsversammlung gefasst werden. Die Vorwürfe gegen Mitglieder der CDU-Fraktion hätten Grenzen überschritten, erklärten Schulze und Ruland. Die Unterstützung für einen AfD-Kandidaten werde weiterhin ausgeschlossen.

Erst vergangene Woche wurde mit Tobias Rausch ein AfD-Politiker zum neuen Landtagspräsidenten in Sachsen-Anhalt gewählt. Der 35jährige erhielt dabei in der geheimen Wahl mehr Stimmen, als AfD und BSW zusammen haben. Mutmaßlich kamen diese aus der CDU. Auch der neue Landtagsvizepräsident Tillschneider erhielt eine Mehrheit. Das BSW hatte angekündigt, Tillschneider nicht zu wählen. Rausch hatte nach seiner Wahl angedeutet, dass die Wahl von Siegmund ebenso wie seine Wahl mit einzelnen CDU-Abgeordneten »abgesprochen« sei. (AFP/jW)

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Erschienen am 13.10.2026, Inland

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