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Klima

El Niño: Meere so warm wie nie

Maine. Die für das Wetterphänomen El Niño entscheidende Meeresregion ist so warm wie noch nie seit Beginn der Aufzeichnungen. Laut der Plattform »Climate Reanalyzer« der University of Maine hat die durchschnittliche Meeresoberflächentemperatur Anfang Oktober im zentralen und östlichen Pazifik erstmals die 30-Grad-Marke überschritten. Damit liegt sie 3,39 Grad über dem Durchschnitt des Referenzzeitraums 1991 bis 2020. Bei den starken El Niños von 1997 und 2015 sind die Temperaturen zu dieser Jahreszeit mehr als ein ganzes Grad niedriger gewesen. Im Gesamtdurchschnitt aller Ozeane lagen sie an der Oberfläche laut »Climate Reanalyzer« zuletzt bei 21,08 Grad, was die Vorjahreswerte ebenfalls überschreitet. Diese Werte beziehen sich auf die Regionen zwischen dem 60. südlichen und dem 60. nördlichen Breitengrad. Die Weltwetterorganisation (WMO) geht davon aus, dass sich El Niño in den kommenden Monaten weiter verstärken und im Dezember seinen Höhepunkt erreichen werde. Laut WMO dürften überdurchschnittliche Temperaturen in weiten Teilen der Welt die Folge sein, genauso wie veränderte Niederschläge, also je nach Region heftige Dürren oder Starkregen. El Niño ist ein natürliches Phänomen, das alle zwei bis sieben Jahre auftritt. Es ist nicht durch den Klimawandel verursacht, kann dessen Folgen aber verstärken. In der entscheidenden Meeresregion steigt dann warme, feuchte Luft auf, was die weltweiten Wind- und Luftströmungen verändert. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 13.10.2026, Seite 15, Natur & Wissenschaft

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