Schweizer Gletscher schrumpfen stark
Die Schweizer Gletscher verloren im Jahr 2026 mehr als fünf Prozent ihres Eises, so ein Bericht des Schweizer Gletscherbeobachtungsnetzes (Glamos) und der Kommission für Kryosphärenbeobachtung der Schweizerischen Akademie der Wissenschaften vom vergangenen Donnerstag. Die Forschungen verdeutlichen das sich erhöhende Tempo des Gletscherschwunds. In den vergangenen fünf Jahren haben die Schweizer Gletscher fast ein Fünftel ihres Eises verloren. Dies gefährdet die zukünftige Wasserversorgung und wirft Fragen zum langfristigen Fortbestand der Eisfelder auf. »Wir befinden uns jetzt bereits in der neuen Welt, in der Zukunft, in der die Gletscher einfach wegschmelzen«, sagte Matthias Huss, Direktor von Glamos. Eine Kombination aus einem Winter mit zu wenig Schnee und Rekordtemperaturen im Sommer führte in diesem Jahr zu einer »enormen Schmelze«. Dennoch hat die Geschwindigkeit des Eisverlusts noch nicht ganz die Rekordwerte von 2022 erreicht, als sich Staubwolken aus Nordafrika auf dem Schnee ablagerten und das Schmelzen beschleunigten, so Huss. Insgesamt schätzen die Wissenschaftler, dass die Schweizer Gletscher allein zwischen Juli und September 2026 rund 2,2 Billionen Liter Wasser verloren haben. (Reuters/jW)
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