Polen: Neonazi soll Anschlag geplant haben
Warschau. Der polnische Geheimdienst hat einen Jugendlichen festgenommen, der einen Anschlag auf eine Schule oder eine Moschee geplant haben soll. Dies habe die Auswertung von Datenträgern des Verdächtigen ergeben, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Dienstag in Warschau. Ziel war demnach der »Tod vieler Menschen«. Bei der Durchsuchung der Wohnung des 17jährigen seien Waffen, Sprengstoff und Gegenstände mit Nazisymbolik gefunden worden, schrieb Justizminister Waldemar Jurek auf der Plattform X. Wie der Sprecher der Staatsanwaltschaft ausführte, soll der Jugendliche Ziele ausgespäht haben. Außerdem soll er sich mit anderen über die Ausführung von Anschlägen und die Beschaffung von Schusswaffen, Munition und militärischer Ausrüstung sowie über den Einsatz von Granaten und Molotowcocktails ausgetauscht haben. Der 17jährige kommt für drei Monate in Untersuchungshaft.
Nach Angaben des Inlandsgeheimdienstes ABW ist dies die dritte Festnahme im Zusammenhang mit Ermittlungen gegen eine Gruppe von jungen Männern, die in neonazistischen Onlinegruppen aktiv sind. Bereits am Freitag hatte der Geheimdienst bekanntgegeben, dass zwei 16jährige Neonazis festgenommen wurden. (dpa/jW)
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