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Nachschlag: Bis zum letzten Eiswürfel

DW: Die EU kämpft um die Arktis

Foto: Ritzau Scanpix/REUTERS

»Die EU kämpft um die Arktis« – schon die Überschrift der DW-Reportage zeigt: Die Logik der Kriegstüchtigkeit hat auch den entlegensten Winkel der Welt erreicht. Beim Gipfel europäischer Staaten im finnischen Rovaniemi geht es um Rohstoffe, Schifffahrtswege und militärische Sicherheit. Das arktische Meereis könnte bereits zwischen 2040 und 2050 weitgehend verschwunden sein. Neue Handelsrouten und der Zugang zu Rohstoffen erscheinen als Chance – obwohl die Eisschmelze ein Warnsignal sein müsste. Russland und China werden als Bedrohung dargestellt, USA und Kanada als konkurrierende Mächte, gegenüber denen Europa seinen Platz sichern müsse. Besonders widersprüchlich: Die Rohstoffe gelten als wichtig für die Energiewende, während der Klimawandel ihre Erschließung erleichtert. Über Folgen wie steigenden Meeresspiegel und Überschwemmungen erfährt man wenig. Statt zu fragen, wie sich das Abschmelzen verhindern lässt, scheint Europa sich darauf vorzubereiten, aus der Katastrophe Kapital zu schlagen.

https://www.dw.com/de/arktis-wer-gewinnt-den-wettlauf-um-rohstoffe-und-einfluss/svideo-79264893

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Erschienen in der Ausgabe vom 16.09.2026, Seite 14, Feuilleton

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