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03.09.2026, 18:21:55
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Herrmann: Brandanschläge auf Münchner Rüstungsunternehmen
München. Nach einer Attacke auf eine Baustelle in der Nähe des Münchner Ostbahnhofs und von Gebäuden mehrerer Rüstungsunternehmen spricht Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) von »Brandanschlägen«. Das Ziel seien »Gebäude oder Baustellen« gewesen, »die unmittelbar Rüstungs- und Sicherheitsfirmen in München zuzurechnen sind«, sagte er am Donnerstag. Es sei von einem »politischen Hintergrund dieser Straftaten« auszugehen. Die Bayerische Zentralstelle zur Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus (ZET), die bei der Generalstaatsanwaltschaft München angesiedelt ist, hat die Ermittlungen übernommen.
Zwei Bulgaren waren festgenommen worden, nachdem in der Nacht Brandsätze auf eine Baustelle geworfen worden waren, die sich in unmittelbarer Nähe zu den Bürogebäuden von Rüstungsunternehmen und nicht weit vom Münchner Ostbahnhof entfernt befindet. Wem der Anschlagsversuch galt, war zunächst unklar. Das bayerische Landeskriminalamt (LKA) ging aber schnell von einem politischen Hintergrund aus und davon, dass ein Rüstungsunternehmen ins Visier genommen wurde. Ob es sich um einen gezielten Anschlag auf eine der Firmen handle, sei Gegenstand der Ermittlungen, teilte die Generalstaatsanwaltschaft mit.
Mindestens einer der Brandsätze hatte ein Feuer ausgelöst, das Polizisten löschten. Größerer Schaden sei nicht entstanden, sagte ein Polizeisprecher. Ein weiterer Brandsatz musste von Spezialkräften entschärft werden. Die Brandsätze sollen gegen Mitternacht aus einem Auto geworfen worden sein. Ein Zeuge beobachtete den Vorfall und alarmierte die Polizei. Nach der Fahndung wurden eine 28jährige und ein 38jähriger an einer Tankstelle festgenommen.
Im Juli rief das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) aufgrund aktueller Erkenntnisse Mitarbeiter von Rüstungsunternehmen zu besonderer Wachsamkeit auf. »Es besteht eine erhöhte Wahrscheinlichkeit, dass entsprechende Unternehmen das Ziel von Ausspähungs- und Sabotagehandlungen durch russische staatliche Stellen oder in deren Auftrag werden«, heißt es in einem Sicherheitshinweis für die Wirtschaft, den der Inlandsnachrichtendienst veröffentlichte. (dpa/jW)
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