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Honduras

Verfahren gegen Hernández eingestellt

Tegucigalpa. Ein honduranisches Gericht hat das Verfahren gegen den ehemaligen Präsidenten Juan Orlando Hernández wegen Betrugs und Geldwäsche eingestellt, wie die Justizbehörde am Dienstag mitteilte. Vor neun Monaten war Hernández aus einem US-Gefängnis entlassen worden, wo er eine lange Haftstrafe wegen Drogenhandels verbüßt hatte. Antikorruptionsaktivisten warnen, dass die Entscheidung das Vertrauen der Honduraner in die Gerichte weiter untergraben könnte, und wiesen auf das Fehlen eines wichtigen Zeugen der Anklage hin, dessen Entlassung aus dem Gefängnis erst wenige Stunden vor der Urteilsverkündung bestätigt worden war. Im November 2025 wurde Hernández von US-Präsident Donald Trump begnadigt, zwei Tage vor der Präsidentschaftswahl. Trump erklärte damals zudem, er werde die Finanzhilfen für Honduras kürzen, sollte der Kandidat der ultrarechten Nationalpartei von Hernández – der heutige Präsident Nasry Asfura – die Wahl nicht gewinnen. (Reuters/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 03.09.2026, Seite 6, Ausland

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