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Guterres-Nachfolge

Kritik an Baerbock wegen UN-Verfahren

New York. Russland und die USA werfen Annalena Baerbock vor, sich als Präsidentin der UN-Generalversammlung bei der Auswahl des nächsten UN-Generalsekretärs in Kompetenzen des Sicherheitsrats eingemischt zu haben. Russland sei besorgt »über die Rolle, die sich die Präsidentin der Generalversammlung selbst zuzuschreiben versucht«, sagte der russische UN-Botschafter Wassili Nebensja am Donnerstag (Ortszeit) in New York. Damit schloss er sich einer Kritik vom Vortag aus den USA an, in der Baerbock unter anderem »Heuchelei« unterstellt wurde. Die entscheidende Empfehlung über die Nachfolge von António Guterres liegt beim UN-Sicherheitsrat, der sich unter Ausschluss der Öffentlichkeit auf einen Kandidaten verständigt, der dann von der Generalversammlung ernannt wird. Bei der öffentlichen Befragung der Kandidaten hatte Baerbock auch abstimmen lassen – laut Diplomaten erstmals. Zudem hatte sie den Sicherheitsrat gebeten, keine Kandidaten zu berücksichtigen, die nicht zuvor an einem Dialog mit der Generalversammlung teilgenommen haben. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 22.08.2026, Seite 6, Ausland

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