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Zerstörung und Gewalt

Erdbeben und neuer Präsident erschüttern Kolumbien

Foto: Santiago Saldarriaga/AP/dpa
Mit vereinten Kräften durchsuchen Helfer in Calí die Trümmer eines Hauses (10.8.2026)

Bogotá. Nach gewaltsamen Anschlägen infolge der Amtseinführung von Abelardo de la Espriella hat ein schweres Erdbeben Kolumbien erschüttert. Bei den Eruptionen mit einer Stärke von 7,4 kamen am Montag morgen (Ortszeit) mindestens 20 Menschen ums Leben. Das teilten mehrere Bürgermeister des südamerikanischen Landes mit. Allein in der Stadt Pereira westlich der Hauptstadt Bogotá gab es demnach mindestens 18 Tote und Dutzende Verletzte. Es wird befürchtet, dass die Zahl weiter steigt.

Der Bürgermeister von Pereira, Mauricio Salazar, und sein Amtskollege von Manizales, Jorge Rojas, bestätigten die Todesfälle in Interviews mit dem Radiosender Caracol Radio. In Manizales kamen demnach mindestens drei Menschen ums Leben, zudem wurden Hunderte verletzt. Mehr als zehn Gebäude seien eingestürzt, weitere Häuser schwer beschädigt worden, darunter ein Turm der dortigen Kathedrale.

In Calí meldete der Bürgermeister zudem mehr als 20 eingestürzte Gebäude, in denen Menschen eingeschlossen sein sollen. In der Hauptstadt des westkolumbianischen Departamentos Chocó, Quibdó, herrschte nach dem Beben und mehreren Nachbeben zeitweilig Panik. Die Gouverneurin Nubia Carolina Córdoba berichtete von Verletzten und schweren Gebäudeschäden.

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Das Beben ereignete sich um 7.34 Uhr Ortszeit. Das Epizentrum lag nahe San José del Palmar im Departamento Chocó in einer Tiefe von 96 Kilometern, wie der Kolumbianische Geologische Dienst (SGC) mitteilte. Der US-amerikanische Geologische Dienst (USGS) verortete es in 107 Kilometern Tiefe.

Die Erschütterungen waren unter anderem in Bogotá, Medellín, Cali, Popayán, Armenia, Pereira und Manizales zu spüren. Videos in den sozialen Netzwerken zeigten zerstörte Gebäude und Menschen, die vor Panik auf die Straße liefen. Auch mehrere Flughäfen waren betroffen. In den Nachbarländern Venezuela, Ecuador und Panama wurde das Beben Berichten zufolge wahrgenommen.

Der erst am Freitag vereidigte Präsident ordnete an, dass ein gemeinsamer Krisenstab in San José del Palmar eingerichtet werde. Das Gremium soll unter anderem die Hilfe für Betroffene koordinieren. Zudem forderte de la Espriella einen detaillierten Bericht über die Lage und den dringendsten Hilfsbedarf. Der ultrarechte Staatschef kündigte an, persönlich nach Pereira zu reisen.

Zuvor hatte er am Sonntag die Tötung von sechs Mitgliedern bewaffneter Gruppen bekanntgegeben. Der Militäreinsatz sei eine der ersten Auseinandersetzungen zwischen der neuen Regierung und den illegalen Gruppen gewesen und »eine klare und eindringliche Botschaft an alle Banditen«, erklärte er in einer Stellungnahme. »Sie können sich nirgendwo verstecken«. Am Sonnabend war es in dem Land zu zwei Bombenanschlägen mit mindestens einem Toten und mehreren Verletzten gekommen. In seiner Antrittsrede in Calí hatte er die von seinem linken Vorgänger Gustavo Petro begonnenen Friedensgespräche mit bewaffneten Gruppen für beendet erklärt. der Verbündete von US-Präsident Donald Trump sagte, er werde wieder für »Ordnung« und »Autorität« in Kolumbien sorgen.

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Erschienen am 11.08.2026, Ausland

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