Zum Inhalt der Seite
Konflikt in Osteuropa

Ermittlungen gegen Kiews Exbotschafterin

Kiew. Die am Montag entlassene bisherige ukrainische Botschafterin in den USA, Olga Stefanischina, steht unter Korruptionsverdacht. Gegen die 40jährige wurden Ermittlungen wegen des Verdachts der »illegalen Bereicherung« im Umfang von umgerechnet 270.000 Euro eingeleitet, wie die ukrainische Antikorruptionsbehörde am Donnerstag per Telegram erklärte. Demnach geht es um von Stefanischina nicht bei den Finanzbehörden angegebene Luxusimmobilien und andere Vermögenswerte, deren Wert das gemeldete Einkommen der entlassenen Diplomatin übersteige.

Unterdessen gab die für Soldatenrechte zuständige Militärbeauftragte Olga Reschetilowa einer Meldung von Interfax Ukraine zufolge am Donnerstag bekannt, dass die ukrainische Armee von knapp 16.000 Ausländern aus 72 Staaten unterstützt werde. »Fast 40 Prozent davon sind aus Ländern Lateinamerikas«, so Reschetilowa. Nach Angaben von Präsident Wolodimir Selenskij verfügt die Armee über rund 880.000 Soldaten. Im Juni hatte der kürzlich entlassene Verteidigungsminister Michajlo Fedorow eine Reform angekündigt, wonach der Anteil an ausländischen Söldnern in bestimmten Truppenteilen auf bis zu 50 Prozent steigen soll. Dafür wolle Kiew mit einem durchschnittlichen Sold von umgerechnet rund 5.800 Euro weltweit neue Kämpfer rekrutieren. (AFP/dpa/jW)

→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 07.08.2026, Seite 6, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen