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Nachschlag: Bedrohte Karpaten

→ Re. Di., 19.40 Uhr, Arte

Foto: IMAGO/Nature Picture Library
In den Karpaten finden sich bis heute große Urwälder. Ob sie auch den Kapitalismus überdauern, ist allerdings fraglich

Das macht sich gut zum Beispiel auf Zügen der Deutschen Bahn: Werbung, dass einige der ICEs klimaneutral betrieben werden. Aber was heißt das? Wenn man genauer hinschaut, entdeckt man eine große Täuschung. Denn auch die Verfeuerung von Holz in Kraftwerken gilt als ökologisch, da es sich ja theoretisch um eine nachwachsende Ressource handelt. In Wirklichkeit aber wird das Holz nicht unbedingt schonend heimischen Wäldern entnommen. Es wird auch, und zwar vielfach völlig legal, etwa in den rumänischen Karpaten geschlagen, wo der Raubbau Mondlandschaften hinterlässt. Die Arte-Reportage »Europas größter Nationalpark in den Karpaten?« porträtiert die Initiative »Conservation Carpathia«. Sie möchte die majestätischen Făgăraș-Berge im Süden Transsilvaniens unter Naturschutz stellen und kauft dazu mit Hilfe von Spenden immer mehr Land auf. Doch seltsamerweise sind manche Bergbewohner dagegen. Sie fürchten eine »Enteignung wie unter den Kommunisten« – und natürlich Bärenangriffe! Die kapitalistische Ausbeutung dagegen wird nur kurz am Rande erwähnt. (jt)

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Erschienen in der Ausgabe vom 30.07.2026, Seite 14, Feuilleton

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