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Rüstungsprofit

Deutsche Rüstungsexporte steigen auf neuen Rekordwert

Foto: Daniel Löb/dpa
Füllt die Kasse: Komponenten des IRIS-T SLM-Systems (Röthenbach an der Pegnitz, 25.7.2025)

Berlin. Die deutschen Rüstungsexporte bewegen sich weiter auf Rekordniveau. Im ersten Halbjahr 2026 wurden nach vorläufigen Angaben Genehmigungen für die Ausfuhr von Rüstungsgütern im Gesamtwert von rund 13,87 Milliarden Euro erteilt, wie das Bundeswirtschaftsministerium am Mittwoch in Berlin mitteilte. Hauptempfängerland ist erneut die Ukraine, für die Rüstungsexporte im Gesamtwert von rund 2,5 Milliarden Euro genehmigt wurden. Im Gesamtjahr 2025 hatte die Regierung Rüstungsexporte im Volumen von rund zwölf Milliarden Euro genehmigt. Auf die Ukraine entfielen davon rund zwei Milliarden Euro. Beide Werte wurden 2026 bereits in den ersten sechs Monaten des Jahres überschritten. Vom Genehmigungswert im ersten Halbjahr 2026 entfallen den Angaben zufolge anteilig rund 9,6 Milliarden Euro auf Kriegswaffen und rund 4,3 Milliarden Euro auf sonstige Rüstungsgüter. Rund 12,8 Milliarden Euro entfallen auf erteilte Einzelausfuhrgenehmigungen und rund 1,1 Milliarden Euro auf allgemeine Genehmigungen.

84 Prozent der genehmigten Ausfuhren sind den Angaben zufolge für EU-, NATO- oder »gleichgestellte« Länder bestimmt. Letztere sind Japan, Schweiz, Australien und Neuseeland. Für Drittländer insgesamt, die nicht der EU oder NATO angehören, wurden demnach Genehmigungen in Höhe von rund 4,9 Milliarden Euro erteilt, davon 2,8 Milliarden Euro für Kriegswaffen. An zweiter Stelle unter den Drittländern nach der Ukraine folgt Israel mit einem Volumen von 799 Millionen Euro. Laut den Regierungsangaben betreffen davon mehr als 60 Prozent »ein Großprojekt im maritimen Rüstungsbereich«, weitere knapp 20 Prozent »Kooperation deutscher und israelischer Firmen im Interesse der Bundeswehr«. Exporte von Kriegswaffen nach Israel seien darüber hinaus nicht genehmigt worden. (AFP/jW)

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Erschienen am 16.07.2026, Ausland

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