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Rebellische Kunst

Im Widerstand gegen ihre Kriege

Zum Eröffnungswochenende der Ausstellung »Wir sehen rot« in der Maigalerie

Von Maigalerie-Kollektiv
Foto: Joshua Regitz/jW
Vielfaches Interesse bereits bei der ersten Ausstellung im vergangenen Jahr (15.8.2025)

Ab dem 24. Juli stellt das Rote Atelier die zweite Edition der Ausstellung »Wir sehen rot« in der Maigalerie der Tageszeitung junge Welt vor. Die Kernfrage des Kollektivs – »Wie können wir als linke Grafiker den Widerstand unterstützen?« – stellt dieses Jahr notgedrungen den Krieg in den Mittelpunkt. Denn sei es der gegen den Willen der Bevölkerung bis in den Berliner Wedding vordringende Rüstungswahn des deutschen Kapitals, Außenminister Wadephuls Sehschwäche bezüglich der US-Blockade gegen Kuba, die nicht minder blutrünstige »Staatsräson«, soziale Kürzungen oder die drohende Wehrpflicht: Der Bevölkerung der Bundesrepublik bleibt langsam nicht mehr viel übrig, als sich dem Todeskult der herrschenden Klasse zu widersetzen und die Zukunft, die bekanntlich den Kindern gehört, aus dessen Würgegriff zu befreien.

Die herrschende Kapitalistenklasse sollte eigentlich mit dem Motto werben: »Die Waffen liefern die Reichen – die Armen liefern die Leichen.« Nun aber trägt bereits das im September dieses Jahres im Letatlin-Verlag erscheinende neue Buch von Olivier David zumindest die zweite Hälfte im Titel. Seine leider brandaktuelle Textsammlung über Krieg, Krise und Kultur wird der Autor vorab auf Einladung des Roten Ateliers am Sonnabend, den 25. Juli, um 14.30 Uhr in der Maigalerie vorstellen. Um 17 Uhr gibt es im benachbarten Kino Babylon »Rote Streifen – Kurzfilme gegen Krieg und Aufrüstung« zu sehen, die im Anschluss unter Beteiligung der Filmemachenden in einer Gesprächsrunde diskutiert werden können.

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Am Sonntag, den 26. Juli, um 12 Uhr hält der Grafiker, Dozent für Typografie und Plakatsammler Richard Frick einen Vortrag über das »Plakat der Befreiung und des Widerstands«. Als Autor des Bandes »Das trikontinentale Solidaritätsplakat« (Commedia-Verlag, Bern) ist er ein ausgewiesener Experte: Auf 448 Seiten dokumentiert er das Plakatschaffen der kubanischen Solidaritätsorganisation für Afrika, Asien und Lateinamerika (OSPAAAL) bis 2003. Abschließend werden ab 17 Uhr mit dem Naturfreunde-Chor Arbeiterlieder gesungen.

Damit ihre Gäste einen Teil der Ausstellung mit nach Hause nehmen und ihren Geist so hoffentlich mit in den Alltag tragen können, wird es neben Soliplakatboxen, deren Erlös zugunsten Kubas gespendet wird, zudem die Möglichkeit geben, eigene Plakate zu drucken: Sonnabend zwischen 13 und 14 Uhr und am Sonntag bis 16 Uhr.

→ Rotes Atelier, »Wir sehen rot: Im Widerstand gegen ihre Kriege«. Die Vernissage findet am Freitag, 24. Juli 2026, von 17 bis 21 Uhr in der Maigalerie, Torstraße 6, 10119 Berlin, statt.

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Erschienen in der Ausgabe vom 18.07.2026, Seite 16, Aktion

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