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Fußball-WM

EU-Abgeordnete fordern Untersuchung gegen FIFA-Chef

Foto: Eloisa Sanchez/Reuters
Die FIFA-Granden sehen sich in ihrer Machtfülle über alle Kritik erhaben (Mexiko City, 5.7.2026)

Strasbourg. Mehrere Abgeordnete des EU-Parlaments haben Fußballverbände in den EU-Staaten in einem Brief dazu aufgefordert, sich für eine Untersuchung gegen FIFA-Präsident Gianni Infantino einzusetzen. Die FIFA solle aufklären, ob Infantino an der Entscheidung beteiligt gewesen sei, die Sperre nach der Roten Karte gegen US-Fußballer Folarin Balogun aufzuheben – und ob Druck der US-Regierung dabei eine Rolle gespielt habe.

Rote Linie

»Eine rote Linie wurde überschritten«, teilte der dänische sozialdemokratische EU-Parlamentarier Niels Fuglsang am Mittwoch mit, der zu den drei Initiatoren des Briefes gehört. »Fußball sollte Menschen zusammenbringen und nicht als eine Plattform für politische Begünstigung dienen. Wenn der FIFA-Präsident die Grenzen zwischen Sport und Politik verwischt, wird die Integrität des Spiels dadurch riskiert.« Die Frist für Abgeordnete, den Brief zu unterzeichnen, sollte am Mittwoch abend auslaufen. Aus den Parlamentsbüros hieß es wenige Stunden vor Ablauf, dass es mehr als 55 Unterschriften gebe.

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In dem Schreiben betonen die EU-Parlamentarier, dass die Fußballverbände nach ihrem Verständnis des Ethikkodexes der FIFA verpflichtet seien, Funktionäre zur Verantwortung zu ziehen, wenn es Beweise gebe, dass diese die Regel politischer Neutralität brächen. Der Entscheidungsprozess zur Aufhebung der Sperre gegen den US-Stürmer müsse überprüft werden.

Trumps Anruf

Balogun war beim 2:0-Erfolg im Sechzehntelfinale gegen Bosnien-Herzegowina mit Rot vom Platz geflogen und damit für die Achtelfinalpartie gegen Belgien gesperrt worden. Die FIFA hob die Sperre aber überraschend auf. Trump hatte zuvor nach eigenen Angaben mit einem Anruf bei der FIFA um eine Überprüfung der Sperre gebeten, was für große Kritik gesorgt hatte. Balogun stand gegen Belgien zwar in der Startelf des WM-Mitgastgebers, spielte in dem Duell aber keine große Rolle. (dpa/jW)

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Erschienen am 09.07.2026, Sport

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