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Astronomie

Fünf Jahre mehr

Mit einer kurzfristig angesetzten Rettungsmission will die US-Raumfahrtbehörde NASA einen Forschungssatelliten vor dem Absturz bewahren. Dafür solle am Dienstag (30. Juni, ab 12.23 Uhr MESZ) eine Art Schleppraumschiff mit Hilfe eines »Stargazer«-Flugzeugs und einer »Pegasus«-Rakete von einem Atoll in den Marshallinseln im Südpazifik aus starten, teilte die NASA mit. Der zuvor bereits für Sonnabend anvisierte Start könnte sich allerdings erneut verschieben.

Der »Swift«-Satellit war 2004 vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral aus ins All gebracht worden. Seitdem untersucht das mit drei Teleskopen ausgestattete Himmelsobservatorium, das nach dem 2017 gestorbenen Chefwissenschaftler der Mission auch »Neil Gehrels Swift Observatory« heißt, vor allem gewaltige Energieausbrüche im Universum, sogenannte Gammablitze. Die Mission sei so erfolgreich, dass das Himmelsobservatorium inzwischen eine »zentrale Rolle in der NASA-Strategie zur Erforschung von flüchtigen und unvorhersagbaren Veränderungen am Himmel« spiele, hieß es von der US-Raumfahrtbehörde.

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Unter anderem wegen starker geomagnetischer Stürme, die durch Sonnenausbrüche ausgelöst wurden, droht der Satellit nun aber abzustürzen – nach Berechnungen von Wissenschaftlern wahrscheinlich gegen Ende des Sommers. Im September gab die NASA der US-Raumfahrtfirma Katalyst Space den Zuschlag für die Rettungsmission mit einem Budget von rund 30 Millionen US-Dollar (etwa 26 Millionen Euro). Wenn alles läuft wie geplant, könnte der derzeit im Energiesparmodus laufende »Swift«-Satellit ab Herbst wieder Daten liefern – und das den Erwartungen der Wissenschaftler zufolge dann möglicherweise noch für etwa fünf Jahre oder mehr. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 30.06.2026, Seite 10, Feuilleton

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