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Marokko

Marokko inhaftiert Influencerin wegen Kritik an Polizei

Foto: Amr Abdallah Dalsh/Reuters
Aus dem Ferienvergnügen kann in Marokko schnell ein Alptraum werden, wenn man vergisst, dass man sich in einer Diktatur befindet (Marrakesch, 11.1.2026)

Marrakesch. Wer Marokko besucht und zu laut zu kritisieren wagt, der lebt gefährlich. Das muss bitter die französische Influencerin Yass Naubelle erfahren, die am Dienstag wegen eines Videos in den sozialen Netzwerken zu einem Jahr Haft verurteilt wurde, wie am gleichen Tag der spanische Journalist Ignacio Cembrero auf X berichtete. In dem seiner Meinung nach »harmlosen« Clip kritisiert die 30jährige mit algerischen Wurzeln die »unkluge« Fahrweise der Marokkaner – und die Neigung der Polizisten des Landes, bei Regelwidrigkeiten ein »Bakschisch« einzukassieren. Für diese Beamtenbeleidigung sei Naubelle am 13. Juni am Flughafen von Marrakesch verhaftet worden.

Also aufgepasst, wenn es in den Urlaub nach Marokko geht – oder gar 2030 zur Fußballweltmeisterschaft der Herren! Beim »Afrikacup« im Winter war eine ganze Reihe senegalesischer Fans verhaftet worden, weil sie sich über offensichtliche Fehlentscheidungen eines Schiedsrichters gegen ihre Mannschaft aufregten, die offensichtlich der Elf der »Gastgeber« den Sieg sichern sollten. Sie kamen erst vor wenigen Wochen wieder frei und mussten solange in den Kerkern des Königreichs schmachten, die den Namen »Kerker« immer noch aufrichtig verdienen. (jW)

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Erschienen am 25.06.2026, Ausland

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