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Arbeitsschutz: EU legt neue Grenzwerte fest

Brüssel. Beschäftigte in der EU sollen künftig besser vor bestimmten schädlichen Chemikalien geschützt werden. Vertreter von Europaparlament und Mitgliedstaaten einigten sich am Dienstag abend auf neue Grenzwerte für mehrere Stoffe, die unter anderem in Batterien für Elektrofahrzeuge vorkommen oder bei der Stahlproduktion entstehen, wie die derzeitige zyprische Ratspräsidentschaft mitteilte. Dies soll in den kommenden 40 Jahren rund 1.700 Lungenkrebsfälle sowie 19.000 andere Erkrankungen verhindern. Künftig sind zudem Schutzmaßnahmen gegen Schweißrauch verpflichtend. Dieser kann laut EU-Kommission Chrom-, Nickel- und Cadmiumverbindungen enthalten, die Krebs auslösen beziehungsweise das Risiko dafür stark erhöhen können. Insgesamt betreffen die Änderungen nach früheren Angaben der EU-Kommission mehr als 2,5 Millionen Arbeiter in der EU, die den Substanzen ausgesetzt sind.

Mit den neuen Grenzwerten wird festgelegt, wie stark Lohnabhängige diesen Stoffen im Laufe von acht Stunden maximal ausgesetzt sein dürfen. Etwa für Kobalt und seine anorganischen Verbindungen liegt dieser Grenzwert künftig bei 0,01 Milligramm pro Kubikmeter (mg/m³) für Partikel, die durch Nase und Mund eingeatmet werden können. Die Substanzen werden häufig bei der Herstellung von Batterien und bei Herstellungsverfahren für Magnete und Hartmetalle verwendet. Die Industrie hat sechs Jahre Zeit für die Anpassung. Während dieser Übergangszeit gelten höhere Grenzwerte. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 25.06.2026, Seite 15, Betrieb & Gewerkschaft

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