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Streik wegen fehlender Infrastruktur

Athen. Auf Santorin, einer der meistbesuchten Urlaubsinseln Griechenlands, haben am Montag die Busfahrer gestreikt. »Wir sind aufgefordert, jeden Tag mit Tausenden Besuchern fertig zu werden, ohne dass wir über die erforderliche Mindestinfrastruktur verfügen«, erklärte die Gewerkschaft der Reiseveranstalter und Busunternehmen. Die Kykladeninsel in der Ägäis, die nur 15.500 Einwohner hat, empfängt laut Zahlen von 2024 rund 3,4 Millionen Touristen pro Jahr.

Die Beschäftigten in der Tourismusbranche auf Santorin protestieren auch gegen eine Vorschrift, die die Hafenbehörde im März erlassen hatte. Demnach müssen 70 Prozent der Kreuzfahrtschiffe in Ormos Fira, dem alten Hafen unterhalb der Inselhauptstadt Fira, anlegen. Von dort werden die meisten Passagiere mit Bussen weiter ins Inselinnere gebracht. Die Gewerkschaft beklagt, dass es für das Anlegen der riesigen Kreuzfahrtschiffe keine genauen Zeitvorgaben gebe, um die Zahl der Besucher gleichmäßig zu verteilen. In Fira mangele es an Parkmöglichkeiten und an einer allgemeinen Verkehrsplanung. Am Montag legten mehrere Schiffe mit insgesamt mehr als 7.800 Passagieren nicht an. Der wirtschaftliche Verlust für die Insel: etwa 425.000 Euro. (AFP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 25.06.2026, Seite 15, Betrieb & Gewerkschaft

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