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Archäologie

Gut versteckt

In Mexiko haben Archäologen eine vom Dickicht des Regenwalds überwucherte jahrhundertealte Maya-Stätte im Dschungel entdeckt. Das Forscherteam gab der Stadt den Namen Minanbé, was in der Sprache der Maya auf der Halbinsel Yucatán »Es gibt keinen Pfad« bedeutet. Das meldete die dpa am Mittwoch. Der rund 15 Hektar große Ruinenkomplex aus der Zeit zwischen 600 und 900 wurde im Biosphärenreservat Calakmul im Bundesstaat Campeche gefunden, wie die Kulturbehörde INAH mitteilte. Das mexikanisch-slowenische Team um den Archäologen Ivan Šprajc musste zunächst mit Macheten einen fünf Kilometer langen Pfad freischlagen und anschließend weitere sechs Kilometer in den Regenwald vordringen, um die Fundstätte zu erreichen. Dort entdeckten sie einen 13 Meter hohen Pyramidentempel, Altäre, palastartige Gebäude, Plätze, Wasserkanäle sowie einen Stein mit einer eingravierten Enthauptungsszene. Die Stätte war unberührt und wies keine Anzeichen von Plünderungen auf. Die Ruinen wurden mit Hilfe laserbasierter Technologie erforscht und teilweise ausgegraben. »Die Denkmäler und Hieroglyphentexte liefern neue Erkenntnisse über die letzten Jahrhunderte der Maya-Zivilisation«, schrieb Kulturministerin Claudia Curiel de Icaza auf X. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 25.06.2026, Seite 10, Feuilleton

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