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Schönrechnen

BRD-Ministerium spielt Staatsbank Chinas

Köln. Wer trägt Schuld an der hiesigen Wirtschaftskrise? China natürlich. Das jedenfalls will das (kapitalnahe) Institut der deutschen Wirtschaft (IW) im Auftrag des Auswärtigen Amtes ermittelt haben. Denn die nach Meinung westlicher Experten künstlich niedrig gehaltene chinesische Währung koste die BRD Wachstum im Milliardenbereich. Das preisbereinigte hiesige Bruttoinlandsprodukt (BIP) könnte bei einer »fairen Bewertung« des Yuan im Jahr 2028 um bis zu 0,3 Prozent höher ausfallen, so die IW-Studie.

Für die »Simulation« wurde demnach der Yuan um 40 Prozent aufgewertet. Nach Einschätzung der genannten Experten entspricht dies in etwa einer realistischen Bewertung. Beijing aber lasse keinen freien Wechselkurs zu, sondern betreibe ein staatlich gesteuertes Währungsmanagement, urteilt das IW. Die gezielte Unterbewertung verbillige chinesische Exporte und mache Importe teurer. Auch deshalb seien deutsche Ausfuhren nach China im Wert deutlich gesunken und Einfuhren chinesischer Güter stark gestiegen. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 22.06.2026, Seite 8, Kapital & Arbeit

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