Streiks in der Süßwarenindustrie
Hamburg. In der Süßwarenindustrie wird gestreikt. Zuletzt vergangene Woche etwa in Aachen oder Neuss, aber auch in den Tarifgebieten Niedersachsen/Bremen, Hamburg und Schleswig-Holstein. »Die Arbeitgeber bieten eine Erhöhung, die nicht mal die Inflation ausgleicht und die teilweise in die Altersvorsorge fließen soll«, kommentierte Mohamed Boudih, Verhandlungsführer und Vorsitzender des NGG-Landesbezirks NRW, die Verhandlungen in seinem Bundesland. Deshalb dürften sie sich jetzt über die Warnstreiks auch nicht wundern. »Wir stehen da wohl auch erst am Anfang eines Konfliktes, der an Härte noch zunehmen wird«, so der Gewerkschafter in einer Erklärung vom 11. Juni. Die Unternehmen hatten in der zweiten Verhandlung lediglich 1,9 Prozent mehr Entgelt ab Mai 2026 sowie weitere 1,5 Prozent ab Mai 2027 bei einer Laufzeit von 24 Monaten angeboten. Hinzu kommen 0,4 Prozentpunkte mehr für die betriebliche Altersvorsorge, was im Ecklohn rund 15 Euro zusätzlich ausmacht. Die NGG fordert weiterhin 5,8 Prozent mehr Entgelt, mindestens jedoch 230 Euro monatlich mehr bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. (jW)
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