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10.06.2026
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Nachschlag: Pest gegen Cholera
Get Out | Di., 1.10 Uhr, Pro sieben
Nach dem hier hat Jordan Peele mit »Us« noch einen draufgelegt, die in sich stimmige Parabel bildet das Verhältnis der zwei Amerikas ab, des demokratischen und republikanischen. Später verlor er sich mit »Nope« nachgerade selbstgefällig in einem anspielungsreichen, große Metapher sein sollenden Chaos ohne Stimmigkeit. »Get Out« war sein Einstand, ein beachtlicher, doch auch problematischer. Immerhin die Erzählung ist schlüssig. Der schwarze Fotograf Chris begleitet seine weiße Freundin auf den Landsitz ihrer Familie, wo er irgendwann herausfindet, dass die weiße Herrschaft schwarze Menschen einzufangen pflegt, um ihre Hirne in deren Körper zu pflanzen. Die Parabel auf die Cultural Appropriation als Fortsetzung des Rassismus mit liberalen Mitteln funktioniert schon, doch die Kritik daran fällt unvermeidlich in die Muster der Segregation zurück. So bekämpft ein vom Aggressor übernommenes Bewusstsein für Rassentrennung einen sich geläutert glaubenden Rassismus, der absorbieren will, was er nicht vernichten kann. (fb)
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Das Verwaltungsgericht Berlin hat im Juli 2024 in der ersten Instanz entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jährlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden. Seit vielen Monaten warten Verlag und Redaktion inzwischen auf eine Entscheidung des Gerichtes, ob eine Revision möglich oder gleich ein Gang vor das oberste Gericht nötig ist.
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