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16.05.2026
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Befreiung erfordert Handlung
Am 8. Mai halfen wieder viele Leserinnen und Leser beim jW-Verteilen
Am 8. Mai 2026 gehörten zwei Parolen untrennbar zusammen: »Dank den Befreiern« und »Auf die Straße gegen den nächsten Weltkrieg«. Zehntausende demonstrierten, an den sowjetischen Ehrenmalen wurde der Befreier gedacht, bundesweit fanden Gedenkveranstaltungen statt. Und zugleich demonstrierten rund 45.000 junge Menschen im ganzen Land im Rahmen der Schulstreiks gegen die Wehrpflicht.
Die junge Welt war an diesen Tagen präsent. An den Gedenkstätten, bei den Kundgebungen und bei den Schulstreikdemonstrationen. Die Titelseite der Ausgabe vom 8. Mai schmückten Hammer und Sichel, die Symbole der Befreier, welche mittlerweile bei offiziellen Stellen unerwünscht sind. Die Verteiler ertrugen die übliche Repression der Staatsmacht. Dennoch wurden Tausende Exemplare der Zeitung verteilt – als antimilitaristische Stimme an einem Tag, an dem deutlich wurde: »Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg« ist keine Phrase, sondern eine Kampfansage.
Während die bürgerliche Presse die »Zeitenwende« abfeiert und Aufrüstung als notwendig darstellt, berichtet die junge Welt konsequent gegen den Krieg. Sie dokumentiert die Schulstreiks gegen die Wehrpflicht, analysiert die Vorbereitung auf den nächsten großen Krieg, während sie an die Opfer des letzten erinnert. Diese Haltung macht die jW zur Zeitung, die gebraucht wird – auf Demos, an Mahnmalen, in Diskussionen.
Der 8. Mai ist nur ein Beispiel. Die junge Welt kann bei jeder fortschrittlichen Demonstration, jeder Kundgebung für Frieden, jedem solchen Anlass verteilt werden. Verteilaktionen sind die effektivste Werbemaßnahme für die Zeitung – weit über die Feiertage hinaus. Sie werden verstanden als persönliche Empfehlung, erreichen politisch aktive Menschen. Menschen, die eine Zeitung suchen, welche ihre Positionen vertritt. Menschen, die bereit sind, für eine antimilitaristische, klassenkämpferische Position auf die Straße zu gehen und vielleicht auch eine Zeitung zu unterstützen oder zu abonnieren, die an der Seite dieser Kämpfe steht. Verteilaktionen bringen neue Leserinnen und Leser, aus diesen werden mitunter Abonnentinnen und Abonnenten. Und diese sichern das materielle Überleben der jungen Welt, der einzig verbliebenen linken Tageszeitung in der BRD.
Das gilt für den 8. Mai ebenso wie für den 1. Mai, für Ostermärsche, für Proteste gegen Waffenlieferungen, für antifaschistische Demonstrationen, für gewerkschaftliche Veranstaltungen. Überall dort, wo Menschen gegen Krieg, Faschismus und Sozialabbau auf die Straße gehen, gehört die junge Welt hin.
Das Aktionsbüro der jungen Welt unterstützt Verteilaktionen und stellt kostenlose Exemplare zur Verfügung. Die Bestellung ist unkompliziert: Eine E-Mail oder ein Anruf genügt. Wichtig ist, die Bestellung rechtzeitig aufzugeben – mindestens vier Werktage vor der geplanten Aktion. Die nächsten Anlässe kommen bestimmt!
Der Kontakt zum Aktionsbüro ist über aktionsbuero@jungewelt.de oder 030/53 63 55-10 möglich.
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Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!