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05.05.2026
- → Feuilleton
Nachschlag: Leere Stelle
→ Starship Troopers | So., 1.40 Uhr, Sat.1
Sieht aus, als hätte Verhoeven genau den Spot gefunden, der in der Überlagerung der verschiedenen Plotmuster die eine Stelle ausmacht, an der Hirnsubstanz vollends fehlt. Lustig auch, dass das zentrale Biest, das am Ende gekillt wird, »Brain Buck« heißt. Die Figuren töten Verstand, wie der Film es tut. Anders als in »Enemy Mine« steckt hinter der fremden Bedrohung wirklich nichts als Bedrohung. Anders als später in »The Edge of Tomorrow«, wo das kriegerische Setting ganz ähnlich ist, liegt hier kein intelligibles Gedankenspiel vor, das erfragt, was Erinnerungen mit persönlichen Beziehungen anstellen. Anders als in »Full Metal Jacket«, der ebenfalls das Ausbildung-Kriegseinsatz-Muster hat, wird nicht die Dialektik von Überidentifikation und Ironie durchdekliniert. »Starship Troopers« ist, was es ist: faschistoider Klamauk, zum Schein ironisiert. Ein paar Gestapomäntel tun nichts, wenn alles im Freund-Feind-Schema bleibt und man einfach Menschen beim Sichentmenschlichen am Nichtmenschlichen beiwohnt. (fb)
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