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Im Westen 17 Prozent mehr Bruttoverdienst

Berlin. Die Löhne und Gehälter von Vollzeitbeschäftigten liegen in Westdeutschland vor Steuern rund 17 Prozent höher als im Osten. Das geht aus Zahlen des Statistischen Bundesamts hervor, die der Linke-Fraktionschef Sören Pellmann abgefragt hat. Der Bruttojahresverdienst mit Sonderzahlungen lag demnach im Westen 2025 im Schnitt bei 55.435 Euro. Im Osten waren es 46.013 Euro. Pro Stunde betrug der Bruttoverdienst im Westen durchschnittlich 25,61 Euro, im Osten 21,36 Euro. Pellmann nannte das Gefälle am Dienstag eine Bankrotterklärung und politisches Versagen. Es sei Folge schwacher Tarifbindung, aber auch »von einem Wirtschaftsmodell, das den Osten viel zu lange als Billiglohngebiet behandelt hat«. Während Konzerne von der Lohnspreizung profitieren würden, »zahlen Beschäftigte von der Ostsee bis zum Erzgebirge die Zeche«. Der Leipziger Abgeordnete forderte einen höheren Mindestlohn und dass öffentliche Aufträge nur an tarifgebundene Unternehmen gehen. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 22.04.2026, Seite 4, Inland

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