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Online Extra
14.04.2026, 18:48:10 / Ausland

Trump attackiert Meloni nach ihrer Kritik an Papst-Schelte

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Auch in Italien dürfte Trumps Popularitätskurve steil nach unten zeigen: Titelseiten italienischer Zeitungen vom Dienstag

Rom. Nach den Angriffen von Donald Trump gegen Papst Leo XIV. teilt der US-Präsident nun auch gegen Italiens Regierungschefin Giorgia Meloni aus. »Sie ist es, die inakzeptabel ist, weil es ihr egal ist, ob der Iran eine Atomwaffe hat und Italien in zwei Minuten in die Luft sprengen würde, wenn er die Möglichkeit dazu hätte«, sagte Trump der Zeitung Corriere della Sera. Zuvor hatte Meloni Trumps Kritik am Papst als »inakzeptabel« bezeichnet.

Trump hatte Leo XIV. vorgeworfen, eine »schreckliche« Außenpolitik zu betreiben. Er wolle keinen Papst, der es in Ordnung finde, dass der Iran eine Atomwaffe besitze, schrieb er auf der Plattform »Truth Social«. Leo hatte sich mit seinen Appellen für ein Ende der von den USA geführten Kriege den Zorn des Weißen Hauses zugezogen. Leo machte später deutlich, sich nicht einschüchtern zu lassen. Meloni nannte Trumps Worte dann »inakzeptabel«.

Trump zeigte sich in dem nach Angaben des Corriere della Sera telefonisch geführten Interview überhaupt enttäuscht von Meloni. »Ich bin schockiert über sie. Ich dachte, sie hätte Mut. Ich habe mich geirrt«, sagte er. Sie leiste »keinerlei Hilfe, um Öl zu beschaffen«, warf Trump ihr mit Blick auf den Konflikt mit dem Iran vor. Er könne sich nicht vorstellen, dass dies den Italienern gefalle.

Meloni hat mit Blick auf den Iran-Krieg von Anfang an eine italienische Beteiligung abgelehnt. Zuletzt hatte Italien auch US-Flugzeugen die Landung auf einem Stützpunkt auf der Mittelmeerinsel Sizilien verweigert. Italiens rechte Ministerpräsidentin zählt in Europa eigentlich zu den Regierungschefs, die einen guten Draht zu Trump haben. Trump lobte die Politikerin mehrfach. (dpa/jW)

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