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Heidelberger Druck steigt in Geschäft mit Drohnenabwehr ein

Foto: Michael Bahlo/dpa
Macht Druck beim Geschäft mit Drohnen(abwehr): Jürgen Otto, Vorstandsvorsitzender der Heidelberger Druckmaschinen AG, am Dienstag in Brandenburg/Havel

Brandenburg/Havel. Der Druckmaschinenhersteller Heidelberg steigt in das Geschäft mit Drohnenabwehrsystemen ein. Das Unternehmen nahm am Dienstag gemeinsam mit einem US-amerikanisch-israelischen Technologieanbieter in Brandenburg an der Havel den Betrieb auf. Mit der Technik sollen Drohnen, die etwa zu Spionage- oder Sabotagezwecken aufsteigen, abgefangen werden. Drohnen seien zu einem der meistgenutzten Mittel hybrider Militärstrategien geworden, teilte das Unternehmen am Nachmittag mit. Das neu gegründete Joint Venture Onberg Autonomous Systems entwickelt technologische Systeme zur Abwehr.

»Die Systeme sind auf höchste Anforderungen der nationalen Sicherheit, des Grenzschutzes sowie militärischer, ziviler und industrieller Anwendungen ausgelegt«, hieß es. Sie werden laut Unternehmen zuerst in Deutschland und der Ukraine vermarktet. »Auf der Grundlage von 175 Jahren deutscher Maschinenbaukompetenz von Heidelberg entsteht hier ein wesentlicher Beitrag zur technologischen Unabhängigkeit Europas«, sagte der Vorstandsvorsitzende der Heidelberger Druckmaschinen AG, Jürgen Otto. Auch der israelische Botschafter Ron Prosor kam zum Betriebsstart, bei dem die Drohenabwehrtechnik demonstriert wurde.

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) sagte: »Angesichts einer wachsenden Bedrohungslage müssen wir unsere kritischen Infrastrukturen noch besser schützen.« Brandenburg bekenne sich zu dieser Ansiedlung und dem Ziel, die »Verteidigungsfähigkeit Deutschlands« zu stärken.

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Der BSW-Kreisverband Brandenburg/Havel kritisierte in einer Mitteilung am Dienstag den Auftritt von Woidke. Laut einer Umfrage seien viele Brandenburger strikt gegen die Ansiedlung. Woidke solle sich »lieber für den Erhalt sowie für die Neuansiedlung ziviler Arbeitsplätze in Brandenburg stark machen«.

In Brandenburg an der Havel hat der Druckmaschinenhersteller Heidelberg seit 1991 eine Produktionsstätte. Dort sind rund 380 Menschen beschäftigt. Onberg ist ein Gemeinschaftsunternehmen einer Tochter der Heidelberger Druckmaschinen AG und dem US-amerikanisch-israelischen Unternehmen Ondas Autonomous Systems. (dpa/jW)

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Erschienen am 15.04.2026, Inland

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