Weniger Fehlzeiten im Job
Berlin. Die Fehlzeiten von Angestellten in deutschen Unternehmen sind einer Untersuchung der Unternehmensberatung McKinsey zufolge zuletzt zurückgegangen. Im vergangenen Jahr gingen noch rund 14 Prozent der Arbeitszeit verloren, nun seien es noch gut elf Prozent, wie McKinsey am Dienstag mitteilte. Im globalen Vergleich bewegen sich die Arbeitsausfälle in Deutschland den Angaben nach im Mittelfeld.
Die Unternehmensberater haben für ihren diesjährigen »HR Monitor« nach eigenen Angaben im Januar mehr als 5.500 Beschäftigte, davon knapp 1.000 in Deutschland, und rund 1.300 Personalverantwortliche in zehn Ländern befragt. Prozentual am höchsten sind demnach die Fehlzeiten in den USA, Großbritannien und Polen. Niedriger als in Deutschland sind sie etwa in Belgien, den Niederlanden und Frankreich.
Ein Teil dieses Rückgangs könnte darauf zurückzuführen sein, dass Beschäftigte in einem unsicheren wirtschaftlichen Umfeld seltener zu Hause bleiben – selbst wenn sie krank sind, erklärte Julian Kirchherr von McKinsey in Bezug auf die Fehlzeiten in Deutschland. Im internationalen Vergleich fällt den McKinsey-Beratern auf, dass die Fehlzeiten in Ländern, in denen die Beschäftigten mehr bezahlte Urlaubstage haben, tendenziell niedriger sind. Im Fall von Polen und den USA komme noch hinzu, dass dort auch die wöchentliche Arbeitszeit besonders hoch ist. (AFP/jW)
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