Kein Pardon
Dresden. Die Folgen der Ausschreitungen beim Zweitligaspiel zwischen Dynamo Dresden und Hertha BSC könnten gravierend sein. »Nach diesem erneuten Skandalspiel kann es für die weiteren Verhandlungen oder Gespräche kein Pardon mehr geben«, äußerte sich Sachsens Innenminister Armin Schuster (CDU) gegenüber der dpa. Die Vorkommnisse stünden symbolisch für eine »Gewaltfolklore« in deutschen Fußballstadien. Der Charakter einer kommenden Innenministerkonferenz werde auch maßgeblich davon geprägt sein, »wie drakonisch die Konsequenzen sind, die aus diesen Krawallexzessen gezogen werden«, betonte Schuster, der die Übernahme der Kosten für Polizeieinsätze bisher noch als den falschen Weg angesehen hatte.
Am Samstag abend waren 750 Polizisten aus Bayern und Thüringen sowie der Bereitschaftspolizei Sachsen im Einsatz. Bei der Polizei sind mehrere Ermittlungsverfahren gegen Fans anhängig. Während des Spiels kam es zu einem Aufeinandertreffen der Fangruppen beider Klubs, bei dem es zum Einsatz von Pyrotechnik kam. (dpa/jW)
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