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Gebeine am richtigen Ort

Magdeburg. Bei dem Toten im Kaisergrab im Magdeburger Dom handelt es sich tatsächlich um Kaiser Otto den Großen (912–973). Zu diesem Befund kam ein Forschungsteam des Landesamts für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt, das bei einer ohnehin notwendigen Restaurierung des steinernen Sarkophags im Dom die Gelegenheit nutzte, um Anfang 2026 die dort liegenden sterblichen Überreste zu untersuchen. Mit Hilfe einer Radiokohlenstoffdatierung konnte belegt werden, dass die Knochen und Textilreste aus dem Grab wirklich aus der Zeit Ottos I. stammen. Andere Befunde, etwa die an den Knochen feststellbaren Verletzungen und das ungefähre Sterbealter, passen zu historischen Quellen über den Kaiser, der mit seiner Krönung in Rom im Jahr 962 das Heilige Römische Reich begründete. Mit DNA-Analysen konnte außerdem festgestellt werden, dass der in Magdeburg Bestattete mit dem im Bamberger Dom begrabenen Ottonen-Kaiser Heinrich II. (973–1024) eng verwandt war. Die Analysen passen zu den historisch überlieferten Verwandtschaftsverhältnissen. Am 1. September 2026 sollen die Gebeine Ottos I. in einem neuen Sarg wieder im Magdeburger Dom beigesetzt werden, teilte das Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt am 18. März mit. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 24.03.2026, Seite 15, Natur & Wissenschaft

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