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Aus: Ausgabe vom 17.03.2026, Seite 15 / Natur & Wissenschaft

Weniger Energie

Minneapolis. Mit Energie muss effizient gewirtschaftet werden. Das betrifft auch den Energiehaushalt im menschlichen Körper. Verbraucht dieser die verfügbaren Ressourcen frühzeitig, sind sie später nicht mehr verfügbar. Dieses Prinzip könnte erklären, warum Menschen mit Depressionen häufig auch ohne körperliche Belastung an Erschöpfung leiden und schlecht mit Stress umgehen können. Ein Forschungsteam aus Australien und den USA hat herausgefunden, dass die Mitochondrien im Gehirn depressiver Patienten schon im Ruhezustand intensiv arbeiten, sprich: Adenosintriphosphat (ATP), den zentralen Energieträger der Zellen, herstellen. Wurden die Zellen der Probanden dann mit Stressoren behandelt, reagierten sie im Vergleich mit den Kontrollpersonen weniger flexibel und erreichten keine erhöhte Leistung. Die Wissenschaftler schlussfolgerten, dass die Grenzen der ATP-Produktion schon im Ruhezustand erreicht waren. Untersucht wurden junge Erwachsene im Alter von 18 bis 24 Jahren. Die Studie wurde Anfang März im Fachmagazin Translational Psychiatry veröffentlicht. (jW)

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