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Fußballrealität

Zwangsabstieg

Lyon. Der siebenmalige französische Fußballmeister Olympique Lyon ist wegen seiner finanziellen Situation zum Zwangsabstieg aus der ersten französischen Liga verurteilt worden. Sportlich hatte sich Lyon als Sechster für den Europapokal qualifiziert. Nach einer Anhörung am Dienstag bestätigte die französische Fußballfinanzaufsicht DNCG (Direction Nationale du Contrôle de Gestion) die Entscheidung gegen den Verbleib in der Ligue 1. Ein Zwangsabstieg zum Saisonende war gegen Lyon bereits im November 2024 auf Bewährung verhängt worden. Damals beliefen sich die Schulden des Spitzenklubs auf rund 500 Millionen Euro.

Der Verein ist im Besitz des US-amerikanischen Investors John Textor. Über seine Holding Eagle Football hat Textor auch Anteile an anderen Profivereinen. Einen Tag vor der Entscheidung hatte Crystal Palace aus der englischen Premier League mitgeteilt, dass Robert Wood Johnson aus den USA einen verbindlichen Vertrag zum Kauf der Anteile von Eagle Football an Palace unterschrieben habe. Mit den Einnahmen aus diesem Geschäft sollte der Verbleib von Olympique Lyon in der ersten französischen Liga sichergestellt werden. Der voraussichtliche Zwangsabstieg hat Fanproteste ausgelöst. Die größte Lyoner Fanvereinigung »Bad Gones« hängte an mehreren markanten Orten der Stadt Plakate mit der Aufschrift »Textor dehors« (»Textor raus«) auf. (dpa/jW)

junge Welt

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Erschienen in der Ausgabe vom 27.06.2025, Seite 16, Sport

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