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Sportopolitik

Zuwenig Kohle

Frankfurt am Main. Beim organisierten Sport wächst die Angst, bei der Verteilung des milliardenschweren Sondervermögens für die Infrastruktur weitgehend leer auszugehen. Er verspüre eine »Mischung aus Unverständnis, Ärger und Enttäuschung«, sagte Verbandschef Thomas Weikert in einem vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) verbreiteten Interview mit Blick auf die bisherigen Pläne der Politik. »Ich frage mich, warum die gesamtgesellschaftliche Bedeutung des Sports an einigen Stellen anscheinend noch immer nicht gesehen oder verstanden wird«, sagte der DOSB-Präsident. Er warnte davor, dass viele Vereine ihre Angebote zusammenstreichen müssten, wenn sie kein Geld für die Modernisierung ihrer Sportanlagen bekämen. Die Bundesregierung will mit einem schuldenfinanzierten Sondervermögen die Möglichkeit schaffen, abseits der Schuldenbremse Kredite über 500 Milliarden Euro aufzunehmen. 100 Milliarden davon sind fest für den Klimaschutz eingeplant, weitere 100 Milliarden für Infrastrukturinvestitionen der Länder. Die genaue Verteilung der Kreditmittel wird in einem Wirtschaftsplan festgelegt, der aber noch nicht vorliegt. Die vom Bund bislang avisierte Summe von einer Milliarde Euro für die Modernisierung und Sanierung von Sportstätten hält Weikert für nicht ausreichend. »Wir wissen ja noch nicht einmal, ob diese Milliarde pro Jahr fließen oder auf die gesamte Legislaturperiode von vier Jahren aufgeteilt werden soll«, sagte der 63jährige.(dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 18.06.2025, Seite 16, Sport

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