Zum Inhalt der Seite

Rätselhafte Uranusmonde

Baltimore. Uranus umkreist als einziger Planet unseres Sonnensystems auf der Seite liegend die Sonne. Die Rotationsachse des Eisriesen steht fast im rechten Winkel zu seiner Bewegungsrichtung. Dadurch kreisen auch die Ringe und Monde des Uranus nicht in der Hauptebene des Sonnensystems, sondern stark gegen sie geneigt. Das Uranusmagnetfeld hat zudem mindestens vier statt zwei Pole. Eine weitere Besonderheit der vier großen Uranusmonde Ariel, Umbriel, Titania und Oberon hat nun ein Forscherteam um Richard Cartwright von der Johns Hopkins University im US-amerikanischen Baltimore herausgefunden. Sie stellten auf der Grundlage von Beobachtungen mit dem Hubble-Weltraumteleskop fest, dass die beiden äußeren Monde Titania und Oberon einen rötlich-dunklen Überzug auf ihrer Vorderseite aufweisen, die beiden inneren Monde hingegen gleichmäßig hell sind. Der Uranus und sein Magnetfeld rotieren schneller als die vier Monde, so dass die Magnetfeldlinien ständig über die langsameren Monde hinwegstreichen. Die zu prüfende Hypothese lautete daher: Weil die Magnetfeldlinien des Uranus ständig von hinten über die Monde streichen, transportieren sie geladene Partikel und Elektronen zu deren hinterer Hälfte. Dadurch müsste die Rückseite der Monde durch Ablagerungen und elektrochemische Prozesse dunkler sein als die vordere. Die Aufnahmen legen nahe, dass das Magnetfeld des Uranus weniger als gedacht oder auf eine ganz andere Weise mit den Monden interagiert.(jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 17.06.2025, Seite 15, Natur & Wissenschaft

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!