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Kunstfreiheit

Fucked up

Der Zentralrat der Juden warnt vor dem Deichbrand-Festival in Niedersachsen. Es sei »kein sicherer Ort« für Juden. Der Grund: der geplante Auftritt des US-Rappers Macklemore. Dieser gilt als Vorreiter für Homosexuellenrechte im Rap, hatte sich in den vergangenen Monaten zudem stark propalästinensisch geäußert – unter anderem in den Songs »Hind’s Hall« und »Fucked up«. Ein Sprecher des Zentralrats sagte laut Medienberichten vom Dienstag, bei dem Rapper aus Seattle treffe »Antisemitismus auf Popkultur«. Er relativiere den Holocaust und bekäme dafür nun eine große Bühne geboten. Im Musikvideo zu »Fucked up« hatte Macklemore das berühmte Foto des Jungen aus dem Warschauer Ghetto von 1943 neben Bilder eines Jungen aus der von Israel besetzten Stadt Dschenin im Westjordanland gestellt. Das Deichbrand-Festival distanziert sich von den Vorwürfen; Diskriminierung toleriere man nicht. Der Präsident des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden in Niedersachsen kritisierte die Einladung ebenfalls, erklärte aber, bei der Veranstaltung gäbe es keine konkrete Gefahr für Juden. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 09.04.2025, Seite 11, Feuilleton

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