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Raubkunst

Zurück an die Erben

Die britische Kunstinstitution Tate gibt ein von den Nazis geraubtes Gemälde an die Erben des rechtmäßigen Eigentümers zurück. Das etwa 370 Jahre alte Gemälde mit dem Titel »Aeneas und seine Familie fliehen aus dem brennenden Troja« des britischen Malers Henry Gibbs gehörte einst dem belgischen Kunstsammler Samuel Hartveld.

Wie das britische Kulturministerium mitteilte, mussten Hartveld und seine Frau wegen ihrer jüdischen Identität ihre Heimatstadt Antwerpen 1940 verlassen. Seine umfangreiche Kunstsammlung musste er dabei zurücklassen. Die Gemälde wurden von den deutschen Besatzern verkauft, vom Erlös erhielt Hartveld nichts.

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Das Gemälde wurde 1994 in Brüssel für die Sammlung der Tate erworben. Eine Kommission, die über Ansprüche von Naziopfern entscheiden soll, beschloss nun, dass es an die Urenkel des Kunstsammlers zurückgegeben werden soll. Es ist nicht das einzige Naziraubgut, das in britische Galerien gelangte. Seit Gründung der Kommission im Jahr 2000 wurde nach Angaben der Regierung 14 von 23 Anträgen auf Rückgabe stattgegeben. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 31.03.2025, Seite 11, Feuilleton

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