-
18.03.20252 Leserbriefe
- → Natur & Wissenschaft
Durchbruch für Nutzung von Quantencomputern
Delft. Es ist ein Meilenstein für eine der wichtigsten Zukunftstechnologien: Forscher der Technischen Universität Delft haben erstmals ein Betriebssystem für Quantencomputer entwickelt. Bei herkömmlichen Computern hat die Entwicklung von Betriebssystemen – das erste wurde 1974 erfunden – erst den massenhaften Einsatz auch für normale Nutzer ermöglicht. Als Schnittstelle zwischen Software und Hardware übernimmt das Betriebssystem die Steuerung der technischen Prozesse, wodurch Programme und Apps unabhängig vom konkreten Prozessor, Arbeitsspeicher usw. entwickelt werden können. Bei Quantencomputern fehlte diese vermittelnde Ebene bislang, jedes Programm musste für das je spezifische Quantennetzwerk entwickelt werden, mit dem es genutzt wurde. Mit dem in Delft entwickelten »QNodeOS« gelang nun erstmals eine Trennung zwischen Quantennetzwerk und Anwendungsebene. Sein zentraler Ansatz: Ein klassischer Netzwerkprozessor (CNPU) und eine Quantennetzwerkprozessoreinheit (QNPU) laufen parallel nebeneinander, sind aber miteinander verknüpft. Über die CNPU können wie gewohnt Softwareanwendungen eingespielt werden. Die QNPU generiert daraus einen eigenen, parallelen Prozess, der jedoch mit dem physikalischen Aufbau von Quantennetzwerken kompatibel ist. (jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
-
Onlineabonnent*in Heinrich H. aus Stadum 17. März 2025 um 21:21 UhrWenn man dem Verweis im Artikel (www.jungewelt.de/beilage/art/392034) folgt und dort liest, »auch optimistische Experten schätzen, dass es sinnvoll einsetzbare Quantencomputer erst in den 2030er Jahre geben wird«, ist es beruhigend, dass wenigstens schon ein Betriebssystem dafür existiert. Übrigens: Ich vermisse CP/M und Turbo Pascal.
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
IBM hatte beispielsweise für die Rechnerserie der 7090 in den frühen 1960ern ein Betriebssystem parat. Etwas anders sah es mit »kleinen« Rechnern aus, die für Labore oder zur Prozesssteuerung eingesetzt wurden. Für diese wurden nur wenige Apps mitgeliefert: ein Assembler, vielleicht auch Fortran, vielleicht auch Software zum Einlesen von Daten und zum Ausdruck. Es dauerte in der Tat bis in die 1970er, bis auch für diese Rechner kleine Betriebssysteme angeboten wurden.