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Zypern verurteilt wegen Umgang mit Gewalt

Brüssel. Zypern hat gegen seine Verpflichtungen zur Untersuchung und Strafverfolgung eines Falls von Gruppenvergewaltigung verstoßen. Dies urteilte der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) am Donnerstag. 2019 war die damals 18jährige britische Klägerin im Ort Ayia Napa von israelischen Jugendlichen vergewaltigt worden. Nach stundenlangen polizeilichen Verhören ohne Rechtsbeistand zog sie ihre Aussage jedoch zurück. Sie wurde anschließend wegen »öffentlichen Unfugs« angeklagt und zu einer Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt. Im Januar 2022 hob der Oberste Gerichtshof Zyperns die Verurteilung der Frau zwar auf und bestätigte, dass sie ihre Aussage unter Druck zurückgezogen habe. Dennoch lehnte es der zyprische Generalstaatsanwalt ab, ihren Fall neu aufzurollen. (Reuters/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 28.02.2025, Seite 15, Feminismus

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