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EU diskutiert Bürokratieabbau

Brüssel/London. Die EU-Kommission will nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters vom Sonnabend weniger Unternehmen als bislang geplant zur Berichterstattung über Nachhaltigkeit verpflichten. Auch sei eine Aufweichung der Lieferkettenrichtlinie geplant. Damit solle die Wettbewerbsfähigkeit in der EU erhöht werden. Brüssel reagiert damit auch auf eine Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, Vorschriften abzuschaffen.

Die Lieferkettenrichtlinie verlangt von Unternehmen, Informationen über ihre ökologische und soziale Nachhaltigkeit offenzulegen. Dies wurde bereits vor der Einführung dieser Vorschrift von Kapitallobby und Unternehmen als zu aufwendig kritisiert. Dies erhöhe die Kosten und verringere die Konkurrenzfähigkeit gegenüber Unternehmen von außerhalb der EU. Die jetzigen Pläne sehen deshalb vor, dass weniger Firmen von der Berichtspflicht betroffen sein würden. Demzufolge könnten künftig nur noch Unternehmen mit mehr als 1.000 Mitarbeitern und einem Nettoumsatz von mehr als 450 Millionen Euro den Verpflichtungen unterliegen. Derzeit gelten die Regeln für Betriebe mit mehr als 250 Beschäftigten und einem Umsatz von 40 Millionen Euro. (Reuters/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 24.02.2025, Seite 9, Kapital & Arbeit

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