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Flucht und Migration

Schiffbrüchige vor Malta geborgen

Foto: Hannah Wallace Bowman/MSF/Handout/Reuters
Das Mittelmeer ist aufgrund der Abschottungspolitik der EU zu einem Massengrab geworden (18.2.2020)

Marseille. Die Rettungsorganisation SOS Méditerranée hat im Mittelmeer vor Malta nach eigenen Angaben weitere 92 Menschen in Seenot gerettet. Das Schiff »Ocean Viking« habe die Menschen am Montag abend von zwei Booten an Bord geholt, erklärte SOS Méditerranée am Dienstag. Die Boote seien dank eines Notrufs an die Nichtregierungsorganisation Alarm Phone sowie der Ortung durch die EU-Grenzschutzagentur Frontex entdeckt worden.

Unter den Geretteten war laut SOS Méditerranée ein siebenjähriges Mädchen, dessen Herzschlag ausgesetzt habe und das an Bord wiederbelebt worden sei. Gemeinsam mit seiner Mutter und seiner Schwester sei das Kind per Hubschrauber in ein Krankenhaus gebracht worden. Bei der Rettung sei die »Ocean Viking« von einem Schiff der NGO Sea Punks unterstützt worden, die als erste vor Ort gewesen sei und Schwimmwesten an Schiffbrüchige verteilt habe.

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Wenige Stunden zuvor hatte die »Ocean Viking« bereits 22 weitere Menschen an Bord genommen. Insgesamt seien nun 111 Menschen an Bord, das Schiff sei auf dem Weg zum italienischen Hafen Ancona – rund 1.400 Kilometer von der Einsatzstelle entfernt.

Nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration sind seit Jahresbeginn bereits 51 Menschen auf dem Weg über das Mittelmeer nach Europa gestorben oder gelten seitdem als vermisst. Im Jahr 2024 waren es demnach insgesamt 2.328, die überwiegende Mehrheit davon auf der zentralen Mittelmeerroute. (AFP/jW)

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Erschienen am 29.01.2025, Ausland

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