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Nigeria

Millionen Menschen in Nigeria von Hunger bedroht

Foto: AP Photo
Protest gegen Angriffe bewaffneter Banden in Nigerias Norden (Askira-Uba, 30.6.2026)

Lagos. Im Norden Nigerias droht den Vereinten Nationen ⁠zufolge mehr als 17 ⁠Millionen Menschen eine schwere Hungerkrise. Gewalt und Kürzungen bei der Finanzierung hätten die Ernährungsunsicherheit auf den ‌schlimmsten Stand seit fast einem Jahrzehnt getrieben, teilte das Welternährungsprogramm ‌der Vereinten Nationen (WFP) am Donnerstag mit. Die Zahl der Menschen, die von einer ⁠akuten Hungersnot betroffen sind, sei ‌um fast zwei Millionen im Vergleich zu früheren Prognosen gestiegen.

Grund ​für die Krise in Afrikas bevölkerungsreichstem Land seien islamistische Aufstände im Nordosten und bewaffnete Banden in Teilen des Nordens. ‌Diese vertrieben die Bevölkerung, hinderten Bauern an der Feldarbeit und schränkten ‌den Zugang ‌für Hilfslieferungen ein. ⁠Allein ⁠im Bundesstaat Borno, dem Epizentrum des Konflikts, sind dem WFP ⁠zufolge mehr als drei Millionen Menschen ‌von Ernährungsunsicherheit betroffen. »Wenn Menschen den Zugang zu Nahrungsmitteln ⁠verlieren, steigt das Risiko von Vertreibung, Ausbeutung und Instabilität«, sagte WFP-Regionaldirektor Kinday Samba. Das WFP teilte zudem mit, es könne nur noch weniger als die Hälfte ‌der 1,3 Millionen Menschen unterstützen, denen es im vergangenen Jahr geholfen habe. Für die kommenden sechs Monate ​würden 89 Millionen Dollar benötigt. (Reuters/jW)

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Erschienen am 03.07.2026, Ausland

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