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02.07.2026, 18:23:44
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Italienische Region Venetien ruft wegen Dürre Notstand aus
Venedig. Die Region Venetien im Nordosten Italiens hat wegen einer Dürre den Notstand ausgerufen. Unter Verweis auf »abnormale« Bedingungen forderte Venetiens Präsident Alberto Stefani die örtlichen Behörden auf, einen »sparsameren und nachhaltigeren Umgang mit Wasserressourcen« zu finden, wie es in einer am Donnerstag auf der Website der Region veröffentlichten Erklärung hieß. Zwischen Januar und Mai war mehr als ein Viertel weniger Regen als im gleichen Zeitraum im Jahr 2025 gefallen.
Die Durchflussmengen der wichtigsten Flüsse der Region lagen den Behörden zufolge »deutlich und konstant« unter dem Durchschnitt. Beim Po, dem größten Fluss Italiens, waren sie um 23 Prozent niedriger. Auch der Wasserstand des Gardasees sei »erheblich fallend«, teilte die Region mit. Der größte See Italiens ist nicht nur ein beliebtes Urlaubsziel, sondern auch eine wichtige Wasserquelle für Landwirtschaft, Fischerei und Industrie.
In Italien ist die Ausrufung des Notstands relativ üblich, da dieser Schritt eine schnellere Freigabe von staatlichen Mitteln und eine Beschleunigung behördlicher Verfahren ermöglicht.
In der Erklärung der Region wurden die Wasserbehörden aufgefordert, die am stärksten betroffenen Gemeinden über mögliche Wassersparmaßnahmen zu informieren. Diese können demnach Einschränkungen beim Bewässern von Gärten und Rasenflächen, beim Waschen von Höfen sowie beim Befüllen von Schwimmbädern und Springbrunnen beinhalten. Stefani warnte die Landwirte zudem vor möglichen »sich verschärfenden Wasserknappheitsproblemen« im Juli und August.
Wissenschaftler gehen davon aus, dass Extremwetterereignisse wie Dürren, Hitzewellen und Überschwemmungen infolge der menschengemachten Erderwärmung an Intensität und Häufigkeit zunehmen. (AFP/jW)
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