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07.01.2025
- → Natur & Wissenschaft
Fledermäuse nutzen Stürme
Radolfzell. Wandernde Fledermausarten machen sich Sturmfronten zunutze. Wie eine Forschungsgruppe um Edward Hurme vom Max-Planck-Institut für Verhaltensbiologie in Radolfzell am Bodensee herausfand, brechen die wandernden Fledermäuse zu ihren Langstreckenreisen vermehrt dann auf, wenn Stürme aufziehen, um dann mit Hilfe warmer Rückenwinde Kraft beim Fliegen zu sparen. Das berichtet das Team im wissenschaftlichen Fachjournal Science. Um die Wanderungen im Detail zu dokumentieren, brachten die Forscher drei Jahre lang in jedem Frühjahr Sender an im Gebiet der Schweiz lebenden Weibchen des Großen Abendseglers (Nyctalus noctule) an und verfolgten dann bis zu vier Wochen lang deren Reise nach Nordeuropa. Hierzu entwickelten sie einen Tracker, der lediglich 1,2 Gramm wiegt, den die maximal 30 Gramm schweren Tiere also tragen können. Die angebrachten Sender sammelten durchgehend Daten über Standort, Aktivität und Umgebungstemperatur der Fledermäuse und übermittelten diese Informationen einmal am Tag. So konnte die Bewegung von 71 Großen Abendseglern weiblichen Geschlechts genauer verfolgt werden als früher. Die Tiere leben im Sommer in Nordeuropa, im Winter aber in südlichen Gebieten, wo sie bis zum Frühjahr ihren Winterschlaf halten. Auf der Rückreise in den Norden sind die Weibchen meistens schwanger. (jW)
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