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Südkorea: Razzia bei Präsident gescheitert

Seoul. Am Mittwoch wollte Südkoreas Polizei das Büro von Präsident Yoon Suk Yeol durchsuchen, wurde aber von der Präsidialwache daran gehindert. Yoon war während der Razzia laut der Agentur Yonhap nicht vor Ort. Sein Aufenthaltsort ist unklar. Am Dienstag vergangener Woche hatte er völlig überraschend das Kriegsrecht verhängt und Stunden später nach Protesten wieder aufgehoben. Am Samstag abend war ein Antrag der Opposition über ein Amtsenthebungsverfahren gegen ihn im Parlament gescheitert. Unterdessen hat der wegen der Affäre inhaftierte Exverteidigungsminister Kim Yong Hyun am Mittwoch in seiner Gefängniszelle einen Suizidversuch unternommen. Nach Angaben des Justizministeriums war der Gesundheitszustand des 65jährigen, dem Hochverrat vorgeworfen wird, stabil, wie Yonhap meldete. Er gilt als möglicher Strippenzieher hinter der Verhängung des Kriegsrechts. Am Dienstag hatte er mitgeteilt, die alleinige Verantwortung für die Krise übernehmen zu wollen. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 12.12.2024, Seite 7, Ausland

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