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Theater

Bühne frei

Eine Übergangslösung für die Leitung der Berliner Volksbühne ist gescheitert: Ida Müller und Vegard Vinge haben ihre Interimsintendanz abgesagt. Das bestätigte ein Sprecher der Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt der dpa am Dienstag. Zuerst hatte die Berliner Zeitung berichtet. Kultursenator Joe Chialo (CDU) bedauere, dass die kommissarische Intendanz der Bühnenbildnerin und des norwegischen Theaterregisseurs nicht zustande kommen werde: »Aufgrund ihrer kontroversen Kunst hätten sie eine Bereicherung für die Volksbühne und die Stadt darstellen können.«

Nach Informationen der Zeitung soll die Absage mit den angekündigten Kürzungen im Kulturbereich begründet worden sein. Chialo bestätigte das nicht: »Die Gründe für die Absage sind vielfältig, ein direkter Zusammenhang zwischen der Absage und den notwendigen Sparmaßnahmen ist mir nicht bekannt.« Die Volksbühne teilte mit, es werde unverändert geplant und gespielt. Das Haus sei auch juristisch handlungsfähig. »Die drohenden Sparvorgaben des Berliner Senats stellen natürlich auch die Volksbühne vor große Herausforderungen«, sagte Sprecherin Lena Fuchs. Details könne man aber erst bekanntgeben, wenn die genaue Höhe der Kürzungen oder entsprechende Szenarien kommuniziert seien.

Wer die Intendanz der Volksbühne ab 2027 übernehmen wird, ist noch nicht bekannt. Der bisherige Intendant, René Pollesch, war im Februar überraschend verstorben. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 05.12.2024, Seite 11, Feuilleton

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