-
26.10.20241 Leserbrief
- → Inland
Pistorius will 600 »Taurus«-Marschflugkörper kaufen
Berlin. Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) strebt laut dem Spiegel (Freitag) den Kauf von 600 Marschflugkörpern des Typs »Taurus« an, allerdings ist die Finanzierung noch nicht gesichert. Demnach wolle der Minister die modernsten »Taurus Neo« zu einem Gesamtpreis von rund 2,1 Milliarden Euro beschaffen. Erste Lieferungen seien für das Jahr 2029 geplant. Für den Start des Projekts würden bereits im kommenden Jahr 350 Millionen Euro benötigt. Bisher verfügt die Bundeswehr über etwa 600 »Taurus«-Marschflugkörper, die eine Reichweite von mehr als 500 Kilometern haben und von Kampfjets abgefeuert werden können. Die vom Rüstungskonzern MBDA entwickelte Waffe ist darauf ausgelegt, Ziele wie Kommandobunker, Nachschublager und Brücken zu zerstören. Mehrere Bundespolitiker dringen darauf, »Taurus« an die Ukraine zu liefern. (Reuters/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
-
Reinhard Hopp aus Berlin 27. Okt. 2024 um 02:30 UhrOder um diese Meldung mal in ein alltagstaugliches Deutsch zu übersetzen: Das Haus »Erde« steht bereits lichterloh im Flammen, da fordert die selbsternannte »Feuerwehr« die Lieferung von 600 Fässern angeblich dringend benötigten Benzins zum »Löschen« an. Diesen Wahnsinn müsste doch eigentlich selbst der dümmste Zeitgenosse als solchen begreifen. Was ich mich allerdings dennoch frage: Von wem geht hier eigentlich die größere Gefahr für unser aller Überleben und das unserer Kinder und Enkel aus – von den »Taurus« oder von dem skrupellosen Haufen fanatischer Idioten, die kriegsbesessen ständig nach diesen und weiteren verheerenden Brandbeschleunigern schreien?
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!