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Scholz sieht »Fehler« nach 1990

Leipzig. Bei einer Veranstaltung zum 35. Jahrestag der Leipziger Montagsdemonstration vom 9. Oktober 1989 hat Bundeskanzler Olaf Scholz »Fehler« im Zuge der deutschen Vereinigung eingeräumt. »Ich möchte das hier ganz klar sagen – zu den Enttäuschungen und Narben der Umbruchjahre hat auch die Selbstgewissheit der westdeutschen Republik beigetragen«, sagte der SPD-Politiker im Leipziger Gewandhaus. Ostdeutsche Bürgerinnen und Bürger hätten in den Jahren nach der Wiedervereinigung westdeutsche Ignoranz zu spüren bekommen. »Der Mangel an Respekt hinterlässt Narben, auch das gehört hierher, 35 Jahre danach«, sagte Scholz. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 10.10.2024, Seite 4, Inland

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